Der Regionalwettbewerb „Jugend forscht“ fand am 17. und 18. Februar 2026 in Celle statt und zog Schülerinnen und Schüler aus Nord- und Ost-Niedersachsen an. In der eindrucksvollen Halle 10 des Kultur- und Veranstaltungszentrums CD-Kaserne präsentierten junge Talente ihre kreativen Projekte. Insgesamt wurden 53 Projekte vorgestellt, aus denen 40 Preise durch verschiedene Sponsoren vergeben wurden. Unterstützt wurde der Wettbewerb von der Baker Hughes INTEQ GmbH, die als Patin fungierte und somit dem Event eine zusätzliche Bedeutung verlieh. Die Teilnehmer traten in sieben Fachgebieten gegeneinander an, darunter Arbeitswelt, Biologie, Chemie, Geo- und Raumwissenschaften, Mathematik/Informatik, Physik und Technik, sowie in mehreren Sonderkategorien.

Besonders spannend waren die unterschiedlichen Ansätze, die die Jugendlichen verfolgten. Darunter fiel beispielsweise die Untersuchung der Eignung von Abfallprodukten zur Wärmedämmung, durchgeführt von Assia Medraoui, Jalenar Al Halaki und Pias Linda Koch vom Marion-Koch-Gymnasium Nienburg. Diese Forscher schauten sich Baumwolle, Schafwolle und Kokosfasern als mögliche Dämmstoffe an und lieferten damit einen wichtigen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Aber auch das Projekt „Wie lässt sich Rosten verhindern?“ von Max Schwedler, Jannis Leon Fiedler und Justus Metzing, das die Behandlung von Eisennägeln mit verschiedenen Materialien testete, zog die Aufmerksamkeit auf sich.

Einblicke in innovative Ideen

Die Bandbreite an Projekten war erstaunlich. Emil Mohs vom Gymnasium Ernestinum Celle stellte mit seinem Schlaftracker NOX ein Gerät vor, das zur Analyse von Schlafdaten dient und dem Nutzer hilft, die eigene Schlafqualität zu verbessern. Ein weiteres innovatives Projekt kam von Kolja Grünewald und Max Lohmann von der IGS Achim, die einen Quadcopter konstruierten, um Erste-Hilfe-Materialien zu transportieren.

Auch die historische Perspektive fehlte nicht: Lavinia Aurelia Twele und Lea Sophie Leiding vom Marion-Dönhoff-Gymnasium Nienburg beschäftigten sich mit den Eigenschaften von Reismörtel, der in der Ming-Dynastie verwendet wurde. Ein ingenieurtechnischer Ansatz folgte mit dem Modell eines Vulkanausbruchs von Felix Hauenstein und Fredrik Horn, das die chemischen Reaktionen eines echten Ausbruchs simulierte. Zudem stellten Daniel Peter Willems und seine Mitstreiter nachhaltiges Papier aus Apfelresten her – ein cleverer Schritt in Richtung Umweltschutz.

Siegerehrung und Anerkennung

Die siegreichen Projekte wurden während einer feierlichen Zeremonie in Lüneburg ausgezeichnet. Besonders bemerkenswert war, dass sechs Projekte einer einzigen Schule prämiert wurden. So gewann das Projekt „Feuchtigkeitsfalle im 3D-Druck“ von Götz (Jg. 13, Gd) den ersten Platz im Fachgebiet Arbeitswelt und qualifizierte sich damit für die Landesrunde. Mit Johannes‘ Projekt zu akustischen Metamaterialien im Alltag und Tobias und Florians „AquaPilot“ folgten weitere herausragende Ergebnisse, die das Engagement der Schüler unter Beweis stellen.

Die Teilnehmer hatten nicht nur die Möglichkeit, Preise zu erringen, sondern auch Erfahrungen zu sammeln und sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Die sorgfältige Vorbereitung und die kreativen Ansätze der Jugendlichen tragen dazu bei, dass die jüngeren Generationen auf die Herausforderungen der Zukunft gut vorbereitet sind.

Weitere Informationen über Jugend forscht und dessen Wettbewerbe können auf jugend-forscht.de nachgelesen werden.

Insgesamt zeigt der Regionalwettbewerb von Jugend forscht, dass junge Menschen in der Lage sind, innovative Lösungen zu entwickeln und sich mit wichtigen gesellschaftlichen Themen wie Nachhaltigkeit, Technik und Wissenschaft zu befassen. So können wir gespannt auf die nächsten Schritte dieser engagierten Talente sein.