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Ein schwerer Ausbruch der Vogelgrippe betrifft derzeit die Samtgemeinde Tostedt im Landkreis Harburg. Laut NDR mussten rund 2.500 Gänse in einer betroffenen Haltung getötet werden, um eine weitere Verbreitung des Virus zu verhindern. Dies ist der jüngste Vorfall in einer Reihe von Ausbrüchen, die seit Mitte Oktober festgestellt wurden.

Die Situation ist alarmierend: In Niedersachsen sind bereits knapp 950.000 Tiere aufgrund der Vogelgrippe verendet oder mussten getötet werden. Bis dato wurden über 50 Ausbrüche in verschiedenen Geflügelbetrieben registriert, wobei der Landkreis Cloppenburg besonders betroffen ist. Hier sind 14 Betriebe betroffen, was angesichts der hohen Anzahl von 2.257 Geflügelbetrieben in diesem Landkreis besorgniserregend ist.

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Schutzzonen und Stallpflicht

Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, haben die Tierärzte damit begonnen, alle Geflügelhaltungen in der erweiterten Schutzzone rund um die Ausbruchstierhaltung stichprobenartig zu untersuchen. Außerdem wurde eine Stallpflicht für sämtliches Geflügel im Zehn-Kilometer-Radius um die betroffene Haltung in Wistedt verhängt.

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In der Region sind zudem vier tote Schwäne mit Verdacht auf Vogelgrippe im Landkreis Celle gefunden worden. Diese Maßnahmen zeigen, wie ernst die Lage eingeschätzt wird. Der Landkreis Heidekreis hat bereits eine Allgemeinverfügung für Wildvögel mit Symptomen erlassen, wobei die Tötung nur nach telefonischer Genehmigung erlaubt ist. Auch für Jäger gibt es spezielle Ausnahmeregelungen zur Tötung kranker Kraniche, die bis Ende Dezember im Landkreis Verden und bis Ende Januar im Landkreis Stade gelten.

Politische und soziale Reaktionen

Die Landesbeauftragte für Tierschutz hat bereits Kritik an der Massentierhaltung und der Tierseuchenpolitik geäußert und es wird an die Landwirtschaft appelliert, konsequente Sicherheitsmaßnahmen zur Verhinderung einer weiteren Virusverbreitung umzusetzen. Denn das Virus ist zwar für Menschen als vergleichsweise ungefährlich eingestuft, dennoch kann es durch unsachgemäßen Umgang verbreitet werden.

Die Situation erfordert fortlaufende Überwachung und schnelle Reaktion. Zoos in der Region sind bereits in Alarmbereitschaft, um mögliche Auswirkungen der Vogelgrippe auf ihre tierischen Bewohner zu minimieren. Der Kampf gegen die Vogelgrippe wird uns wohl noch eine Weile beschäftigen, und jeder ist gefordert, seinen Teil zur Eindämmung beizutragen.