In der letzten Zeit ist die Lage für Geflügelhalter in Deutschland angespannt. Besonders betroffen sind die Landkreise Märkisch-Oderland und Oberhavel, wo neue Maßnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe ergriffen wurden. Laut den aktuellen Informationen von Top Agrar haben die Behörden im Landkreis Märkisch-Oderland eine Stallpflicht für gewerbliche Geflügelhalter angeordnet, um die Tiergesundheit zu schützen. Private Halter sind von dieser Regelung bislang nicht betroffen.

Die Stallpflicht verpflichtet Geflügelhalter dazu, ihre Tiere in geschlossenen Ställen oder unter geeigneten Vorrichtungen zu halten. Dies gilt ab dem 2. November, während in anderen Landkreisen wie Oberhavel die Stallpflicht bereits ab sofort in Kraft tritt. Insbesondere in Kremmen mussten bereits infizierte und teilweise tote Wildvögel sowie Geflügelbestände eines landwirtschaftlichen Betriebs getötet werden.

Erweiterte Maßnahmen zur Bekämpfung der Vogelgrippe

Die Situation hat sich rasch verschärft, nachdem in mehreren Landkreisen, darunter Spree-Neiße und der Stadt Cottbus, ebenfalls Stallpflichten verhängt wurden. Auch der Landkreis Elbe-Elster hat in Anbetracht der aktuellen Ausbrüche entsprechende Maßnahmen ergriffen. Veranstaltungen mit Geflügel sind für zunächst 30 Tage untersagt, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Immer wieder werden Nachweise des H5N1-Stamms der Vogelgrippe bei Wildvögeln in der Region entdeckt, was die Bedenken bei Geflügelhaltern weiter verstärkt.

In der Uckermark wurde die Stallpflicht aufgrund der Vogelgrippe ebenfalls beschlossen, während im Landkreis Teltow-Fläming ebenfalls ab Mittwoch eine derartige Anordnung in Kraft tritt. Die Gesundheitsbehörden appellieren an die Halter, besondere Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen und alle Tiere in geeigneten Schutzvorrichtungen zu halten. Geflügel und andere gehaltene Vögel sind nun über einen längeren Zeitraum vor möglichen Kontaminationen zu schützen.

Die aktuelle Lage zeigt eindrücklich, dass die Vogelgrippe nach wie vor eine ernsthafte Herausforderung für die Landwirtschaft darstellt und Landwirte sowie Behörden in Alarmbereitschaft versetzt. In der Hoffnung, die Situation schnellst möglich zu stabilisieren, arbeiten alle Beteiligten an Lösungen, um die Gesundheit der Tiere und die Sicherheit der Lebensmittelproduktion zu gewährleisten.