Die Polizei in Cuxhaven zieht Bilanz einer Kontrollwoche, die sich dem Thema Alkohol und Drogen am Steuer widmete. Diese länderübergreifenden Verkehrskontrollen hatten das Primärziel, Verstöße, die zu den Hauptunfallursachen zählen, effektiv zu erkennen und zu ahnden. Die Polizeiinspektion Cuxhaven beteiligte sich aktiv an dieser Wochenaktion. Über mehrere Punkte im Landkreis und entlang der Autobahn 27 wurden rund 460 Fahrzeuge kontrolliert, darunter Pkw, Lkw, Motorräder, E-Scooter und Fahrräder.

Die Ergebnisse dieser Kontrollen sind alarmierend: Fünf Verkehrsteilnehmer standen unter Alkoholeinfluss, während drei Personen Fahrzeuge unter der Wirkung von Drogen führten, was zur Anordnung von Blutprobenentnahmen führte. Aber damit nicht genug – auch zwei Fahrzeugführer konnten ohne gültige Fahrerlaubnis angetroffen werden. Weitere Verstöße, die während der Kontrollen festgestellt wurden, betrafen die Gurtpflicht, die Benutzung von Mobiltelefonen während der Fahrt sowie fehlende oder ungültige Fahrzeug- und Führerscheindokumente.

Alkohol und Drogen im Straßenverkehr

Wie wichtig das Thema ist, zeigt auch der Statistische Verlauf der Unfälle. Im Jahr 2019 kamen durch Alkoholunfälle 228 Menschen ums Leben und über 17.000 wurden verletzt. Auch die Zahl der Drogenunfälle hat einen besorgniserregenden Anstieg verzeichnet: von 434 im Jahr 1991 auf 2.386 im Jahr 2019. Dies verdeutlicht, wie alkohol- und drogenbedingte Fahrten nicht nur die betroffenen Fahrer, sondern auch andere Verkehrsteilnehmer gefährden.

In Deutschland liegt die Promillegrenze für Autofahrer bei 0,5 Promille. Bereits ab 0,3 Promille kann bei Auffälligkeiten mit rechtlichen Konsequenzen gerechnet werden. Bei einem Erstverstoß gibt es 500 Euro Bußgeld, zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot, wie bussgeldkatalog.org erklärt. Wer seine Grenzen überschreitet, muss mit ernsten Folgen rechnen – sowohl für sich selbst als auch für andere Verkehrsteilnehmer. So können ab 1,1 Promille strafrechtliche Konsequenzen folgen, und ab 1,6 Promille ist eine medizinisch-psychologische Untersuchung (MPU) zwingend erforderlich.

Ein Appell zur Vernunft

Das Verkehrsrecht in Deutschland regelt zudem, dass Fahranfänger in der Probezeit und Personen unter 21 Jahren mit einem absoluten Alkoholverbot von 0,0 Promille konfrontiert sind. Dies zeigt, wie ernst die Sache ist. Drogen haben ähnliche, wenn nicht sogar noch gravierendere Auswirkungen auf die Fahrtüchtigkeit. Die Polizei ruft dazu auf, stets nüchtern hinter dem Steuer zu sitzen und appelliert an die Verantwortung jedes Einzelnen, sicher durch die Straßen zu fahren.

Diese Woche der Kontrollen sollte ein Weckruf sein, denn Alkohol und Drogen am Steuer sind kein Kavaliersdelikt. Der Feststellung von Verstößen folgt meist ein Klärungsprozess, der je nach Schwere des Vergehens gegen die betroffenen Fahrer ernsthafte Kosten und Strafen mit sich bringt. Der Einfluss von Alkohol und Drogen auf die Reaktionszeit, Koordination und Wahrnehmung kann fatale Folgen haben, und jeder sollte sich seiner Verantwortung im Straßenverkehr bewusst sein.

In Anbetracht dieser Ergebnisse können wir nur eindringlich mahnen: Lassen Sie Alkohol und Drogen aus dem Spiel, wenn Sie ans Steuer gehen. Die Sicherheit auf den Straßen geht uns alle an.