Im Landkreis Diepholz sorgt der Ausbruch der Geflügelpest für große Besorgnis unter Geflügelhaltern und Bürgern. Wie die Weser-Kurier berichtet, wurde der Ausbruch offiziell durch die Landkreissprecherin Mareike Rein bestätigt. Infolge dieser Entwicklungen hat der Fachdienst Veterinärwesen und Verbraucherschutz eine Überwachungszone eingerichtet, die spezifische Teile der Städte Twistringen und Bassum umfasst. Für die Geflügelhaltungen in dieser Zone gilt eine strenge Aufstallungspflicht.
Die Situation ist ernst, da nicht nur Betriebe mit mehr als 50 Tieren betroffen sind. Auch für kleinere Halter gibt es diese Aufstallungspflicht. Um die Ausbreitung des Virus einzudämmen, werden die Geflügelhalter intensiv auf die Einhaltung von Biosicherheitsmaßnahmen hingewiesen. Zudem gilt ein umfassendes Ein- und Ausfuhrverbot für Vögel, frisches Geflügelfleisch, Federwild und Eier. Glücklicherweise sind private Einkäufe von Geflügelfleisch im Supermarkt davon nicht betroffen.
Der Umfang der Auswirkungen
Im Landkreis Diepholz sind bereits mehrere Zehntausend Tiere in den betroffenen Geflügelhaltungen gekeult worden. Insgesamt befinden sich in den Restriktionszonen 1480 Geflügelbetriebe, die über drei Millionen Tiere halten. Berücksichtigt man auch Restriktionszonen aus den angrenzenden Landkreisen, erhöht sich die Zahl auf 1743 Betriebe mit gut fünf Millionen Tieren. Das hat für die Landwirte erhebliche wirtschaftliche Folgen.
Die alarmierenden Zahlen zeigen auch die Dringlichkeit der Situation: Über 1090 Meldungen über verendete Kraniche und andere Wildvögel sind in den letzten Tagen beim Landkreis Diepholz eingegangen. Diese Informationen sind durch die Einrichtung eines Bürgertelefons ermöglicht worden, das die Bevölkerung zur Meldung von erkrankten oder toten Vögeln aufruft. Um eine weitere Verbreitung des Virus zu vermeiden, wird eindringlich gebeten, die Funde nicht selbst zu berühren und die Fundorte zu melden.
Was können Bürger tun?
Zum Schutz der eigenen Tiere und der Allgemeinheit sollten alle Geflügelhalter die Hinweise der Behörden beachten. Die interaktive Karte der Überwachungszone kann auf der Homepage des Landkreises Diepholz unter den „Amtlichen Bekanntmachungen“ eingesehen werden. Dies ist besonders wichtig, um die engmaschige Überwachung und Kontrolle der Maßnahmen im Blick zu behalten.
Die Geflügelpest ist eine ernsthafte Erkrankung, die nicht nur den Tieren, sondern auch der Landwirtschaft und der Umwelt schadet. In dieser Zeit ist es entscheidend, dass sowohl Behörden als auch Verbraucher zusammenarbeiten, um die Ausbreitung des Virus zu kontrollieren und zu stoppen. Das Motto lautet hier: Gemeinsam stehen wir das durch.