In der beschaulichen Gemeinde Hüde lebt die 24-jährige Vanessa Ahnepohl ihren Traum. Als Influencerin hat sie sich mit ihrem VW T3, Baujahr 1981, in der auffälligen Farbe Gelb, die sie liebevoll „Sunshine“ nennt, auf die Reise gemacht. Ihr Ziel? Die Welt bereisen und ihre Erlebnisse mit ihren fast 40.000 Followern auf Instagram unter dem Account @vanessa.sunflower teilen. Doch der Weg dorthin war nicht ohne Hürden.
Der Wendepunkt in Vanessas Leben kam mit einem Autounfall im Jahr 2021, bei dem sie einen Bänderriss erlitt und ihr Auto einen Totalschaden erlitt. Im Krankenhaus begann sie, eine Liste ihrer Lebensträume zu erstellen, die den Traum, mit einem Oldtimer-Bulli um die Welt zu reisen, an erster Stelle hatte. Mit ihrem Instagram-Account dokumentierte sie ihre Reiseabenteuer und knüpfte zahlreiche Kontakte zu anderen Influencern, während sie durch die Schweiz, Frankreich und Portugal reiste.
Ein neues Kapitel
Im Winter 2024/2025 verbrachte Vanessa in Portugal, bevor sie im Jahr 2025 nach Deutschland zurückreiste, um ihre Mutter zu besuchen. Anschließend ging es wieder nach Spanien, und am 1. Februar 2026 setzte sie mit ihrem Bulli auf die Fähre nach Marokko über. In der marokkanischen Sonne lernt sie derzeit das Surfen, während sie gleichzeitig mit einer Agentur zusammenarbeitet, die ihr Werbepartner vermittelt. Zudem hat sie einen YouTube-Kanal gestartet, um ihre Erlebnisse noch breiter zu teilen.
Doch die Welt der Influencer ist nicht nur von positiven Momenten geprägt. Ein tragischer Vorfall, der die Öffentlichkeit erschütterte, zeigt die Schattenseiten dieser Branche: Ein Influencer verursachte ein tödliches Unglück, bei dem ein Ehepaar durch überhöhte Geschwindigkeit und mutmaßliches illegales Straßenrennen getötet wurde. Zeugen berichteten von einem hochmotorisierten Fahrzeug, das der Fahrer nicht unter Kontrolle hatte. Der Vorfall löste Entsetzen aus und führte zu Forderungen nach strengeren Maßnahmen gegen Raserei und illegale Straßenrennen. Solche Tragödien werfen ein Licht auf die Verantwortung, die Influencer im öffentlichen Raum tragen.
Verantwortung und Verkehrssicherheit
Die Diskussion um die Verantwortung von Influencern in der Öffentlichkeit ist nicht neu. Studien zeigen, dass überhöhte Geschwindigkeit eine Hauptursache für Verkehrsunfälle ist und dass illegale Straßenrennen eine wachsende Gefahr darstellen. Daher wird gefordert, dass Influencer sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sind und verantwortungsvolles Verhalten im Straßenverkehr fördern. Verkehrssicherheit ist schließlich die gemeinsame Verantwortung aller Verkehrsteilnehmer.
Um diese Herausforderungen anzugehen, ist eine Neuorientierung in der Kommunikation von Verkehrssicherheitsthemen notwendig. Die Zusammenarbeit mit Influencern könnte die Ansprache verschiedener Zielgruppen erleichtern, da soziale Netzwerke zunehmend von allen Altersgruppen genutzt werden. Die Bundesanstalt für Straßenwesen (BASt) hat bereits das Potenzial von Influencern für nachhaltige Verkehrssicherheitskommunikation untersucht. Es zeigt sich, dass Influencer mit relevanter Reichweite und Glaubwürdigkeit in ihrer Zielgruppe eine wichtige Rolle spielen können, um das Bewusstsein für Verkehrssicherheit zu schärfen.
Vanessa Ahnepohl ist ein Beispiel dafür, wie Influencer ihre Plattform nutzen können, um nicht nur ihre Träume zu leben, sondern auch Verantwortung zu übernehmen. Ihre Reise ist eine Inspiration für viele, und gleichzeitig erinnert sie uns daran, dass hinter dem glitzernden Leben der Influencer auch Herausforderungen und Verantwortlichkeiten liegen.
Weitere Informationen zu Vanessas inspirierender Reise finden Sie in dem Artikel der Kreiszeitung.
Zusätzlich sind die Diskussionen und die Notwendigkeit einer verantwortungsvollen Kommunikation von Influencern in der Gesellschaft auch in dem Artikel auf Weltzeitschriften thematisiert. Die Herausforderungen, die die Medienlandschaft mit sich bringt, verlangen eine kluge Strategie, um die Verkehrssicherheit zu fördern.
Für eine tiefere Einsicht in die Potenziale der Influencer-Kommunikation in Bezug auf Verkehrssicherheit empfehle ich, die Publikation der BASt zu lesen.