Im Herzen von Lemförde erstrahlt ein Waldkindergarten in neuem Glanz. Dank einer großzügigen Spende von 3.000 Euro von Westnetz können die Kinder von „Wildniswissen“ bald in einem neuen Tipi am Wipfelplatz spielen. Johannes Geers, Regionalbetreuer von Westnetz, besuchte den Kindergarten und wurde von den Kindern mit einem selbstgemalten Bild sowie weiteren handgemachten Geschenken begrüßt. Solche Gesten zeigen, wie wichtig diese gemeinschaftlichen Projekte sind und wie sie Kinder und Unternehmen zusammenbringen. Ganz in der Natur, barfuß auf Rindenmulch spielend, erleben die Kleinen hier unvergessliche Abenteuer.
Das neue Tipi wird als zweites Zelt am Wipfelplatz errichtet und wird durch seine offene Feuerstelle und die Strohballen als Sitzgelegenheit zu einem einladenden Rückzugsort. Gundi Kramer, Mitarbeiterin des Waldkindergartens, hebt hervor, dass das Tipi ein Ort für Gemeinschaft und Entspannung darstellt. „Hier sollen sich die Kinder wohlfühlen und die Natur hautnah erleben“, erklärt sie. Das Konzept des Waldkindergartens ist darauf ausgelegt, als Familienergänzung zu fungieren, wobei alle Mitglieder willkommen sind und aktiv teilnehmen können.
Spenden für einen weiteren Waldkindergarten
Aber wieso sind solche Einrichtungen überhaupt so wichtig? Der Bundesverband der Natur- und Waldkindergärten (BvNW) erklärt, dass Kinder in diesen Einrichtungen die Natur mit allen Sinnen erleben. Sie haben Zugang zu Kletterbäumen, können an unebenen Böden ihr Gleichgewicht trainieren und finden unzählige Materialien zum Spielen und Experimentieren. Die Vorteile sind enorm: Kinder in Waldkindergärten sind gut auf den Übergang zur Schule vorbereitet und erfahren eine umfassende Förderung in verschiedenen Entwicklungsbereichen. All dies trägt zu ihrer kognitiven, physischen, emotionalen und sozialen Entwicklung bei.
Die Engagements von Firmen wie Westnetz zeigen, wie wichtig die Unterstützung solcher Initiativen ist. Für Johannes Geers ist das Sponsoring von Waldkindergärten eine Herzensangelegenheit, und das sieht man den Projekten auch an. Das Team des Waldkindergartens in Lemförde mit seinen fünf Festangestellten, mehreren Aushilfen, zwei Auszubildenden und Waldmeister Heinzi Frerking hat ein gutes Händchen bei der Betreuung der Kinder. Sie sehen sich nicht nur als traditionelle Erzieher, sondern als Wildnispädagogen, die den Kindern die Faszination der Natur näherbringen.
Ein neuer Ort für Spiele, Begegnungen und die Entwicklung von Gemeinschaft – das neue Tipi wird am Wipfelplatz einen wertvollen Beitrag leisten. Und dabei bleibt die Hoffnung bestehen, dass auch andere Einrichtungen wie die Wilde Wichtel in Vohenstrauß bald die nötigen Mittel finden, um ihren Kindern einen ähnlichen Rückzugsort zu ermöglichen.