Heute ist der 2.04.2026 und in Diepholz gab es kürzlich interessante Neuigkeiten aus der Welt der Wildtierbewirtschaftung. Die Jägerschaft Grafschaft Diepholz hielt ihre traditionelle Hegeschau ab, die als Auftakt zur Versammlung zählt. Dabei wurde ein schwarzes Rehwild ausgestellt, das zum Abschuss im Revier freigegeben war. Pressereferentin Antje Burdorf wies darauf hin, dass schwarzes Rehwild genetisch bedingt selten vorkommt und in vielen Revieren die Bejagung dieser Tiere ausgesetzt ist. Ziel der Hegeschau ist es, Rückschlüsse auf den Zustand der Wildbestände sowie die Qualität und Nachhaltigkeit der Bejagung zu ziehen.

Kreisjägermeister Cord-Hinrich Hespe berichtete, dass sich die Wildbestände im Landkreis Diepholz stabil entwickeln und keine zusätzliche Winterfütterung erforderlich war. Dies ist eine positive Nachricht für die Region, insbesondere vor dem Hintergrund der wachsenden Wolfspopulation in Deutschland, die derzeit um etwa 30 Prozent pro Jahr zunimmt. Der Wolf wurde im Dezember 2025 in das Bundesjagdgesetz aufgenommen, um ein rechtssicheres Management zu ermöglichen. In Deutschland konzentriert sich das Wolfsvorkommen vor allem auf die Bundesländer Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen.

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Aktuelle Herausforderungen und Maßnahmen

Es wurde eine Petition zum Erhalt der Jagd am Naturerdbau mit rund 8.000 Unterschriften im Niedersächsischen Landtag eingereicht, was die Bedeutung der Jagd für die Jägerschaft unterstreicht. Während Myxomatose bei Feldhasen beobachtet wurde, blieb die Region weitestgehend verschont. Bei Kranichen und Vogelgrippe wurden 2025 nur wenige Ausfälle beim jagdbaren Wild festgestellt, wobei Kraniche strengen Schutzbestimmungen unterliegen.

Eine neue Grundlage zum Umgang, Transport, Lagerung und Überlassung von Waffen wurde erarbeitet, um die bestehende Rechtslage zu präzisieren. Im Rahmen der Versammlung wurde Sebastian Bönsch einstimmig als Kandidat für das Amt des Kreisjägermeisters vorgeschlagen, während Stefan Schwier für die Vertretung der Jägerschaft im Jagdbeirat nominiert wurde. Nico Köper wurde für herausragende Verdienste im Naturschutz mit dem Wildhegeabzeichen ausgezeichnet.

Die Bedeutung der Rehkitzrettung

Ein weiterer wichtiger Aspekt, der in der Versammlung betont wurde, ist die Rehkitzrettung. Hierzu wurde ein neuer Verein zur Wildtierrettung gegründet. Die Jägerschaft nutzt moderne Kommunikationsmittel und informiert ihre Mitglieder über einen WhatsApp-Kanal. Zudem sind zahlreiche Veranstaltungen zur Förderung der Gemeinschaft geplant, um das Bewusstsein für den Naturschutz weiter zu stärken.

Das Wolf-Monitoring in Deutschland, das auf der Erhebung von Vorkommensdaten basiert, ist ein weiterer kritischer Punkt. Diese Daten werden in Rasterzellen von 10 x 10 km zusammengetragen und validiert. C1-Nachweise, die eindeutige Beweise für die Anwesenheit des Wolfs darstellen, und C2-Hinweise, die von erfahrenen Personen überprüft werden, spielen dabei eine zentrale Rolle. Informationen über die Wolfspopulation werden regelmäßig von den Bundesländern an die Dokumentations- und Beratungsstelle des Bundes zum Thema Wolf (DBBW) gemeldet, die die Daten zusammenführt und validiert. Die nationale Vorkommenskarte wird auf dieser Grundlage erstellt und gibt Aufschluss über die Verbreitung der Wölfe in Deutschland.

Insgesamt zeigt sich, dass die Wildbestände in Diepholz stabil sind, auch wenn die Herausforderungen durch die wachsende Wolfspopulation und andere Faktoren bestehen bleiben. Die Jägerschaft arbeitet aktiv daran, sowohl den Naturschutz als auch die Tradition der Jagd in Einklang zu bringen und informiert die Öffentlichkeit über die aktuellen Entwicklungen in diesem spannenden Bereich der Wildtierbewirtschaftung. Für mehr Informationen können Sie die vollständigen Berichte und Daten hier nachlesen.