Ein Thema, das aktuell viele Gemüter bewegt, ist der wachsende Einfluss des Rechtsextremismus in Deutschland, insbesondere unter jungen Menschen. Am 9. November 2025 erscheint die Flugschrift „Entscheidet Euch!“ von Hermann Vinke, veröffentlicht im Metropol Verlag Berlin, die sich intensiv mit den Herausforderungen in diesem Bereich auseinandersetzt. Die Publikation richtet sich an Wählerinnen und Wähler in Ost- und Westdeutschland und wird als wichtiges Signal vor den fünf anstehenden Landtagswahlen 2024 betrachtet. Vinke warnt, dass das Jahr 2026 entscheidend dafür sein könnte, ob Freiheit und Demokratie in Deutschland bestehen bleiben oder eine autoritäre Wende eintritt, so emsland.de.
Die Vorstellung der Flugschrift findet am 18. November um 18.30 Uhr in der Gedenkstätte Esterwegen statt. Neben der Präsentation ist eine anschließende Diskussion geplant, in der Besucher ihre Gedanken zum Thema äußern können. Vinke, journalistisch versiert und bekannt für seine Arbeiten über den Widerstand im Dritten Reich und die DDR-Geschichte, schlägt konkrete Maßnahmen vor, wie der Vormarsch von Rechtsextremisten und Neonazis gestoppt werden kann. Besonders wichtig ist ihm der Schutz von Jungwählerinnen und Jungwählern vor den gefährlichen Einflüssen, die das Internet bereitstellt.
Junge Menschen und Rechtspopulismus
Eine besonders alarmierende Entwicklung zeigt sich bei den Wahlentscheidungen junger Menschen. Wie bpb.de berichtet, hat sich die Unterstützung der AfD unter den 18- bis 24-Jährigen von 7% bei der Bundestagswahl 2021 auf beeindruckende 21% im Jahr 2025 erhöht. Dies spiegelt sich auch in den Landtagswahlen wider, wo die Partei 2023 in Hessen und Bayern zur zweit- bzw. drittstärksten Kraft unter Erstwählern aufstieg. In Ostdeutschland ist der Zuspruch zur AfD noch ausgeprägter, was teilweise auf die negativen Erfahrungen aus der Wendezeit zurückzuführen ist.
Zusätzlich zeigen aktuelle Studien, dass 12% der 18- bis 34-Jährigen ein rechtsextremes Weltbild vertreten. Diese Entwicklungen sind nicht einfach Zufälle; viele Jugendliche kämpfen mit einem Gefühl der politischen Frustration und erleben Gegenwartskrisen – sei es die Corona-Pandemie, wirtschaftliche Unsicherheiten oder Klimakatastrophen – als bedrohlich. Mehr als 50% der jungen Menschen glauben nicht, dass staatliche Maßnahmen ihnen Vorteile bringen. Die politische Bildung ist gefordert, um diese Gruppe für demokratische Konzepte zu gewinnen und zu sensibilisieren.
Handlungsbedarf und Prävention
Die Dringlichkeit, gegen Radikalisierung und Extremismus vorzugehen, ist von verschiedenen Seiten anerkannt. Bundesinnenminister Dobrindt macht deutlich, dass lokale Gemeinschaften wie Familien und Schulen mehr in die Verantwortung genommen werden müssen. Obwohl das Bewusstsein für die Problematik wach ist, fehlen oft die nötigen Ressourcen, um die Herausforderungen adäquat zu bewältigen. WDR hebt hervor, dass gerade in der Jugendarbeit ansetzen muss, um frühzeitig zu intervenieren und Jugendliche professionell zu begleiten.
Die Notwendigkeit eines klaren politischen Auftritts und der Entwicklung eigenständiger Jugendpolitiken ist unverkennbar. Jugendliche informieren sich zunehmend über Politik über Social Media, wo die AfD durch ihre zielgerichtete Ansprache und hohe Präsenz versucht, ihre Ideologien zu verbreiten. Vinke rät dazu, „Anker-Personen“ in ländlichen Regionen zu gewinnen, um die vielfältigen gesellschaftlichen Probleme zu adressieren und langfristig eine demokratische Kultur zu fördern.
In einem Umfeld, in dem die Herausforderungen an die junge Generation ständig wachsen, ist es an der Zeit, aktiv zu handeln und sich gegen die Strömungen des Rechtspopulismus zu stellen. Das ist nicht nur eine gesellschaftliche, sondern auch eine politische Aufgabe, die alle angeht.




