Heute ist der 27.02.2026 und an diesem Tag wird der Equal Pay Day gefeiert, ein wichtiges Datum, das auf die anhaltende Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen aufmerksam macht. Nach aktuellen Daten des Landesamtes für Statistik Niedersachsen müssen Frauen in diesem Jahr bis zum Equal Pay Day rechnerisch ohne Vergütung arbeiten, während Männer bereits seit dem 1. Januar für ihre Arbeit bezahlt werden. Diese Ungleichheit im Berufsleben bleibt weiterhin hoch und zeigt, dass der Gender Gap für 2025 bei alarmierenden 40 Prozent liegt, was Lohnunterschiede, unterschiedliche Arbeitsstunden und die Erwerbstätigenquote umfasst. Ein höherer Gender Gap-Wert signalisiert eine stärkere Ungleichheit, und in Niedersachsen hat sich dieser Wert in den letzten Jahren kaum verändert. Im bundesweiten Durchschnitt lag der Gender Gap 2025 bei 37 Prozent.
Ein genauerer Blick auf die Verdienste zeigt, dass Frauen in Niedersachsen im Jahr 2025 bei gleicher Qualifikation im Durchschnitt 5 Prozent weniger verdienen als Männer, was 1,35 Euro weniger pro Stunde entspricht. Allgemein beträgt der Unterschied der Durchschnittsgehälter sogar 16 Prozent, oder anders gesagt, 4,10 Euro pro Stunde. Ein Hauptgrund für diese Unterschiede ist die höhere Teilzeitquote bei Frauen. Während Männer durchschnittlich 32 Stunden pro Monat mehr arbeiten, waren 80 Prozent der Männer beschäftigt, im Vergleich zu 74 Prozent der Frauen. Diese Zahlen basieren auf Erhebungen des Monats April und dem Mikrozensus, was verdeutlicht, wie tief verwurzelt die Ungleichheit in unserem Arbeitsmarkt ist.[Quelle]
Die Dimension der Lohnungleichheit
Gemäß den Daten des Statistischen Bundesamts bleibt die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen im Jahr 2025 unverändert bei 16 Prozent. Frauen verdienen im Schnitt 16 Prozent weniger pro Stunde als ihre männlichen Kollegen. In Westdeutschland liegt diese Lücke sogar bei 17 Prozent, während sie in Ostdeutschland nur 5 Prozent beträgt. Hauptursachen für diese Lohnunterschiede sind die hohe Teilzeitquote und die geringere Erwerbstätigenquote bei Frauen. Im Jahr 2025 arbeiten Frauen durchschnittlich 28 Stunden pro Woche, während Männer 34 Stunden pro Woche arbeiten – ein Unterschied von 18 Prozent. Zudem sind 81 Prozent der Männer erwerbstätig, verglichen mit nur 74 Prozent der Frauen. Diese Daten basieren ebenfalls auf Erhebungen aus dem Monat April und Mikrozensus-Daten von 2024.[Quelle]
Ein Blick auf den Arbeitsmarkt
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der Gender Gap im Arbeitsmarkt, der 2025 stagnierend bei 37 Prozent liegt. Obwohl sich der Gender Employment Gap von 9 Prozent auf 8 Prozent verringert hat, bleibt die Diskrepanz zwischen den Geschlechtern deutlich sichtbar. 74 Prozent der Frauen und 81 Prozent der Männer sind erwerbstätig. In den östlichen Bundesländern zeigt sich ein niedrigerer Gender Gap, was auf eine höhere Erwerbsbeteiligung und Vollzeitarbeit von Frauen zurückzuführen ist. Im Vergleich dazu liegt der Gender Gap im Westen bei 39 Prozent, was die Unterschiede zwischen den Regionen unterstreicht. Der niedrigste Gender Gap im Arbeitsmarkt wurde in Mecklenburg-Vorpommern mit 17 Prozent festgestellt, während Baden-Württemberg und Bayern mit 41 Prozent den höchsten aufweisen.[Quelle]
Die aktuellen Zahlen machen deutlich, dass trotz gewisser Fortschritte die Lohnungleichheit zwischen Männern und Frauen weiterhin ein drängendes Problem darstellt. Es bleibt zu hoffen, dass zukünftige Maßnahmen und Veränderungen in der Gesellschaft dazu beitragen werden, diese Kluft zu schließen und echte Chancengleichheit im Berufsleben zu schaffen.





