In Friesland wird derzeit intensiv an der Energiewende gearbeitet. Ziel ist es, die Klimaziele des Landes zu erreichen. Der Fokus liegt auf der temporären Genehmigung neuer Wind- und Solarparks, um die nachhaltige Energieerzeugung voranzutreiben. Laut Solarmagazine sollen diese Projekte in gebündelten Clustern umgesetzt werden, damit die Erträge in der Region bleiben und so die Akzeptanz erhöht wird.
Im vergangenen Jahr hat das Landesparlament bereits entschieden, die Bedingungen für neue Solarparks zu verschärfen. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die Suche nach geeigneten Flächen für erneuerbare Energien gelegt, um die vorgesehenen Zwischenziele bis 2035 zu realisieren. Es ist geplant, die Genehmigungen für diese Energiecluster zeitlich begrenzt auszustellen, um flexibel auf sich ändernde Rahmenbedingungen reagieren zu können.
Wachstum der erneuerbaren Energien
Die Daten zeigen, dass der Ausbau der grünen Energie in den Niederlanden floriert. Im Jahr 2023 wurde bereits die Hälfte des erzeugten Stroms nachhaltig erzeugt, was einem Anteil von 49,9 Prozent entspricht. Dies ist ein signifikanter Anstieg im Vergleich zu den 41 Prozent des Rekordjahres 2022, wie DNHK berichtet. Der Anteil an Wind- und Solarenergie wächst kontinuierlich, wobei Windkraft um 14 Prozent und Solarenergie um 15 Prozent zulegen konnte.
Um den Herausforderungen der erneuerbaren Energieproduktion entgegenzuwirken, wird etwa eine strategische Vernetzung von Energieangebot und -nachfrage angestrebt, um das Stromnetz nicht zu überlasten. Zudem werden bei der Planung von neuen Projekten verschiedene Flächen genutzt, etwa durch die Kombination von Solarparken mit Wohngebäuden oder landwirtschaftlichen Flächen, was das Konzept der multifunktionalen Raumgestaltung unterstreicht.
Regulierungen und Gesetze
Die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Solarenergie sind in den Niederlanden ebenfalls klar definiert. Seit dem Inkrafttreten des Omgevingswet am 1. Januar 2024 gibt es zahlreiche Regelungen, die den Bau und Betrieb von Solaranlagen betreffen. Hierzu zählt auch die „Zonneladder“, die vorschreibt, dass Solarparks in abgestuften Positionen errichtet werden, um die Umweltbelastung zu minimieren.
Ab 2027 wird die Salderingsregelung, die Kleinverbrauchern ermöglicht, überschüssige Solarenergie zu verrechnen, auslaufen. Das bedeutet, dass zukünftige Anlagenbetreiber gut beraten sind, sich rechtzeitig über die Möglichkeiten der neuen gesetzlichen Bestimmungen zu informieren, um keine finanziellen Nachteile zu erleiden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Friesland mit seinen vorübergehenden Genehmigungen für Wind- und Solarparks einen Schritt in die richtige Richtung macht. Die Kombination von neuer Energieerzeugung mit bestehenden Nutzungen und die Einhaltung strenger gesetzlicher Vorgaben sind unerlässlich, um die Herausforderungen der Energiewende erfolgreich zu meistern und die Klimaziele bis 2035 zu erreichen.