In Gifhorn tut sich einiges in Sachen Digitalisierung! Die Deutsche Telekom hat großartige Pläne für den Ausbau eines modernen Glasfasernetzes, das nicht nur 6.000 Haushalte, sondern auch zahlreiche Unternehmen versorgen wird. Der Ausbau beginnt in der Südstadt, wo die Bürger bereits die Möglichkeit haben, Anschlüsse zu buchen. Die ersten Gebäude sollen in Kürze ans Netz angeschlossen werden, und die gesamte Maßnahme wird bis Ende August 2027 abgeschlossen sein. Über 220 Kilometer Glasfaserkabel werden verlegt und 96 neue Netzverteiler aufgestellt, um eine stabile und schnelle Internetverbindung zu gewährleisten. Ein symbolischer Spatenstich in der Südstadt markierte den offiziellen Startschuss für dieses bedeutende Projekt.
Bürgermeister Matthias Nerlich hebt die immense Bedeutung von schnellem Internet für die Lebensqualität und die wirtschaftliche Entwicklung hervor. Um die Beeinträchtigungen für die Anwohner während des Ausbaus zu minimieren, erfolgt dieser in einzelnen Bauabschnitten. Für einen kostenfreien Hausanschluss ist es notwendig, einen Glasfasertarif zu buchen, da dies zukünftige Kosten und Straßenöffnungen vermeiden hilft. Wer mehr Informationen über die Verfügbarkeit eines Glasfaseranschlusses sucht, kann diese auf der Webseite der Telekom finden: www.telekom.de/glasfaser. Vertriebsmitarbeiter der Telekom stehen zudem an der Haustür bereit, um Fragen zu beantworten und sich auszuweisen.
Kooperationsvereinbarung für den Ausbau
Zusätzlich zu den bereits erwähnten Plänen haben die Stadt Gifhorn und die Deutsche Telekom am 23. April 2024 eine Kooperationsvereinbarung für den eigenwirtschaftlichen Ausbau unterzeichnet. Die Bauarbeiten sollen am 1. Juli 2024 beginnen. Bei der Vertragsunterzeichnung im Rathaus waren unter anderem Bürgermeister Matthias Nerlich sowie Sarah Schwalm und Stephanie Stalling von der Telekom anwesend. Ziel ist es, über 5.100 Haushalte mit schnellem Glasfaser-Internet zu versorgen, was die digitale Infrastruktur der Stadt erheblich stärken wird.
Der aktuelle Stand des Glasfaserausbaus in Deutschland
Der Glasfaserausbau in Deutschland verläuft insgesamt schneller als erwartet, wie der Bundesverband Breitbandkommunikation (Breko) berichtet. Bis Ende Juni 2025 waren bereits in 24,3 Millionen Haushalten, Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen Glasfaseranschlüsse möglich, was einen Zuwachs von knapp zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr bedeutet. Trotz dieser Fortschritte wird die Vollabdeckung noch einige Zeit in Anspruch nehmen. Die Abdeckung hat sich seit Mitte 2022 verdoppelt und erreicht mittlerweile 52,8 Prozent.
Die Ziele der vorherigen Bundesregierung, die eine flächendeckende Glasfaser-Versorgung bis 2030 anstrebte, werden voraussichtlich verfehlt. Schätzungen zufolge wird der Glasfaser-Anteil bis 2030 bei 82 bis 92 Prozent liegen. Die letzten Meter des Ausbaus gelten als die schwierigsten und teuersten. Daher könnte eine punktuelle Förderung sinnvoll sein, um den flächendeckenden Ausbau sicherzustellen. Momentan sind etwa 12,6 Millionen Haushalte tatsächlich an das Glasfasernetz angeschlossen, was einer Abdeckung von etwa 27 Prozent entspricht.
In einer Zeit, in der der monatliche Datenverbrauch pro Haushalt sich alle drei Jahre verdoppelt und in jedem deutschen Haushalt durchschnittlich 12 bis 15 internetfähige Geräte vorhanden sind, ist der Ausbau von Glasfasertechnik unerlässlich. Diese Technologie gilt als die beste Lösung zur Bewältigung der enormen Datenmengen, die moderne Gesellschaften, insbesondere mit der zunehmenden Nutzung von Künstlicher Intelligenz, benötigen.
Der rasche Fortschritt beim Glasfaserausbau zeigt das große Interesse von Wirtschaft und Politik, die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Auch die neue Bundesregierung hat sich im Koalitionsvertrag zum flächendeckenden Glasfaser-Ausbau bekannt, allerdings ohne eine spezifische Frist zu setzen. Die Entwicklungen in Gifhorn sind somit ein kleiner, aber wichtiger Baustein in der großen Strategie zur Verbesserung der digitalen Infrastruktur in Deutschland.





