Die Vorfreude auf die bevorstehenden Weihnachtsmärkte in Deutschland wächst, und mit ihr nehmen auch die Diskussionen über die Preise für Glühwein zu. In Gifhorn, wo die Besucher in dieser Saison ähnliche Preise wie im Vorjahr erwarten können, zeigt sich die Branche optimistisch. Holger Hirsch vom H1 erklärt, dass die Einkaufspreise für Glühwein zwar um etwa 10% gestiegen sind, jedoch weiter bei 3,50 Euro für 0,2 Liter Glühwein und 4 Euro für Eierpunsch bleiben werden. „Wir setzen auf Qualität zu bezahlbaren Preisen“, so der Anbieter.

Der Bundesverband der Weinkellereien stimmt auf Preiserhöhungen ein und klärt, dass deutschlandweit moderate Anpassungen zwischen 2 und 10% zu erwarten sind. Peter Rotthaus, der Verbandssprecher, nennt die Gründe für die Preisanstiege: schlechte Ernten, steigende Fracht- und Energiepreise sowie höhere Löhne. Alles Faktoren, die sich direkt auf den Glühweinpreis auswirken, der allein in Deutschland jährlich rund 50 Millionen Liter konsumiert wird. Auf größeren Weihnachtsmärkten wird der Preis möglicherweise auf bis zu 5 Euro pro Tasse ansteigen, was dem Vorjahrespreis von 4,50 Euro entspricht.

Angespannte Marktlage und Ernteausfälle

Die Preisentwicklung für Glühwein ist kein Einzelfall. Im Weihnachtsmarkt in Lüdenscheid wurden bereits neue Preise veröffentlicht: Dort kostet eine Tasse Glühwein künftig 4 Euro – eine Erhöhung um 50 Cent im Vergleich zum Vorjahr. Zudem steigt das Tassenpfand auf 3 Euro. Experten skizzieren, dass der durchschnittliche Glühweinpreis auf deutschen Weihnachtsmärkten bei rund 5 Euro pro Tasse liegt, was einer Erhöhung von etwa 10 Prozent im Vergleich zu 2024 entspricht. Die Ursachen sind ähnlich: schlechte Ernten bei Fruchtweinen haben die Rohstoffpreise steigen lassen, während höhere Energiekosten und teurere Verpackungsmaterialien einen weiteren Druck erzeugen.

Die Betreiber der Stände in Lüdenscheid haben sich auf moderate Preiserhöhungen geeinigt, um die Besucher nicht abzuschrecken, auch wenn unklar bleibt, ob diese Steigerungen langfristig Einfluss auf die Besucherzahlen haben werden. Sebastian Lipper vom Mühlenmuseum in Gifhorn zeigt sich optimistisch und plant, die Preise auf dem Niveau von 2024 zu halten, da er Glühwein von Kleinerzeugern beziehe und die Qualität im Fokus stehe.

Ausblick auf die kommende Saison

Ein bisschen Nostalgie gibt’s auch: Die letzte Preiserhöhung fand vor drei Jahren statt. Jelly gut ins neue Jahr gestartet!» Gibt es neue Preisanpassungen bei Bier? „Ja, im Januar planen wir Anpassungen der Bierpreise aufgrund gestiegener Personalkosten und Warenpreise“, da hat Holger Hirsch schon einen Blick auf die kommenden Herausforderungen im neuen Jahr geworfen.

Die Verbrauchern stehen also vor einer Zwiespalt: Wie viel sind sie bereit zu zahlen für ihren heißgeliebten Glühwein, der in der kalten Jahreszeit einfach dazugehört? Die Vorfreude auf die festliche Zeit und die leckeren Köstlichkeiten bleibt ungebrochen, jedoch wird es spannend, wie die Preisgestaltung die Stimmung der Weihnachtsmarktbesucher beeinflussen wird.

Für alle, die immer auf dem Laufenden bleiben wollen, können sie hier nachlesen, was der Waz Online und Merkur dazu zu berichten haben.