Am Montagabend, am 29. Dezember, kam es gegen 21:30 Uhr am Göttinger Hauptbahnhof zu einem Brand, bei dem mehrere Müllcontainer und zwei Schaltschränke in Mitleidenschaft gezogen wurden. Laut Göttinger Tageblatt ist der entstandene Sachschaden auf etwa 10.000 Euro geschätzt. Die Feuerwehr musste beim Löschen des Feuers Sicherheitsabstand halten, um die Sicherheit der Einsatzkräfte zu gewährleisten. Die Schaltschränke sind von Bedeutung, da sie wichtige Funktionen für den Betrieb von Bahnübergängen und anderen Anlageeinheiten steuern.

Erfreulicherweise konnte das Feuer gelöscht werden, bevor es auf das Bahnhofsgebäude übergreifen konnte. Ein diensthabender Feuerwehrsprecher berichtete, dass der Bahnverkehr durch das Feuer nicht beeinträchtigt wurde und keine Brände auf den Gleisen festgestellt wurden. Die Ermittlungen zur Brandursache laufen auf Hochtouren, doch bislang gibt es keine Hinweise auf eine Fahrlässigkeit oder Straftat.

Gleichzeitig in Göttingen: Brand in Wohnkomplex

In der Nacht zu Samstag wurde eine weitere Brandmeldung aus Göttingen bekannt. Um etwa 2 Uhr brach auf dem Flachdach eines Wohnkomplexes in der Groner Landstraße ein Feuer aus. Ein Müllhaufen auf dem Dach geriet in Flammen, und die Feuerwehr kämpfte mehrere Stunden gegen die Flammen, die auf einen darunter liegenden, leerstehenden Raum übergriffen. Laut NDR waren insgesamt 80 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst im Einsatz.

Die Situation in diesem Wohnkomplex gilt als angespannt, da es in der Vergangenheit wiederholt zu Bränden kam. Der Komplex zählt zu den Problemimmobilien der Stadt Göttingen. Die Lebensbedingungen sind für viele Bewohner unzumutbar, was durch die aktuelle Eigenschaft des Mehrheitseigners, der insolvent ist, noch verschärft wird. Die Stadt hat den Wohnblock bereits gemeinsam mit Hunderte Polizisten unter die Lupe genommen.

Statistische Hintergründe zu Bränden in Deutschland

Die beiden Vorfälle werfen auch ein Licht auf die generelle Brandrisikolage in Deutschland. Eine umfassende Statistik, die von der vfdb zur Verfügung gestellt wird, zeigt, dass Küchen mit einem Anteil von 27 % die häufigsten Brandursprünge in Wohngebäuden darstellen. Dabei sind Wohnungen, insbesondere bis zum zweiten Obergeschoss, besonders gefährdet. In der Regel geschehen die meisten Brände in der kritischen Zeit zwischen 23 Uhr und 4 Uhr, auch wenn in diesem Zeitraum weniger Brände vorkommen.

Zusammengenommen verdeutlichen diese Vorfälle, wie wichtig präventive Maßnahmen im Brandschutz sind. Die Feuerwehr und andere Organisationen sind aufgerufen, aktiv an der Datenerfassung und Analyse teilzunehmen, um zukünftige Brände besser verhindern zu können.