Am Samstag hat die CDU Göttingen Ehsan Kangarani als ihren Kandidaten für die Oberbürgermeisterwahl 2026 nominiert. Bei der Mitgliederversammlung erhielt der langjährige Ratspolitiker 52 von 52 Stimmen, was ein klares Signal für die Geschlossenheit innerhalb der Partei darstellt. Es gab keinen Gegenkandidaten, was die Unterstützung für Kangarani unter den Mitgliedern unterstreicht. Die Wahl findet im September 2026 statt und wird mit Spannung erwartet, da Kangarani nicht allein auf der politischen Bühne steht – die Herausforderer von der SPD und den Grünen müssen sich ebenfalls noch aus ihren Reihen bestätigen lassen. Der SPD-Kandidat ist Florian Dinger, und Oneyeka Oshionwu ist der grüne Mitbewerber, der noch auf die offizielle Bestätigung warten muss.

Kangarani bringt eine beachtliche politische Erfahrung mit. Er ist nicht nur der Vorsitzende des Bauausschusses, sondern hat auch das Amt des ehrenamtlichen Bürgermeisters inne. In seiner Ansprache betonte er die Verantwortung, die er für die Stadt trägt, und kritisierte die teils negative Wahrnehmung Göttingens in der Öffentlichkeit. Er gibt sich kämpferisch und möchte sich entschieden für positive Veränderungen einsetzen.

Ein klarer Kurs für Göttingen

In der Rede ließ Kangarani keinen Zweifel daran, dass er erneut die Verantwortung übernehmen möchte. Erinnerungen an den Wahlkampf 2021 motivieren ihn, wieder aktiv zu werden. So erklärt er, dass er sich für mehr Investitionen in die Stadt einsetzen will. Besonders wichtig sind ihm die Schaffung neuer Gewerbegebiete und eine effizientere Verwaltung.

„Wir müssen als CDU geschlossen auftreten, um dem rot-grünen Lager die Stirn zu bieten“, appellierte Kangarani und rief seine Unterstützer dazu auf, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Carina Hermann, die Vorsitzende des CDU-Stadtverbands, lobte das Engagement von Kangarani und hob hervor, wie sehr seine Bekanntheit in den letzten Jahren gewachsen ist. Mit dieser Nominierung hat der Wahlkampf der CDU nun offiziell begonnen, und die Partei strebt ein starkes Ergebnis bei der bevorstehenden Stadtratswahl an.

Eine interessante Namensbedeutung

Interessant ist auch die Bedeutung seines Namens. „Ehsan“ hat arabische Wurzeln und bedeutet so viel wie Wohltätigkeit oder Gutes tun. Der Name wird in verschiedenen Kulturen verwendet, auch in türkischen und persischen Kontexten. Namen wie Ehsan sind nicht nur im politischen Spektrum bekannt, sondern haben auch in anderen Bereichen wie Literatur und Wissenschaft prominente Träger, wie beispielsweise der türkische Schriftsteller İhsan Oktay Anar.

Die Bürger Göttingens können sich auf spannende Monate freuen, die durch den Wahlkampf geprägt sein werden. Kangarani hat angekündigt, konkrete Vorschläge und einen klaren Kurs zu präsentieren, was Hoffnung auf frischen Wind in die städtische Politik bringt. Es bleibt abzuwarten, wie sich sein Standpunkt im Vergleich zur Konkurrenz entwickeln wird.

Für Göttingen liegt viel daran, und vielleicht wird Ehsan Kangarani tatsächlich ein neuer Impulsgeber für die Stadt.