In Göttingen ist in der letzten Woche mächtig was los gewesen. Die Stadt hat nun gleich drei Vape-Shops in der Innenstadt geschlossen, und das aus einem ernsten Anlass. Laut dem Göttinger Tageblatt war die Schließung notwendig geworden, da die Betroffenen immer wieder gegen das Jugendschutzgesetz verstoßen hatten. Betroffen sind die Geschäfte „Smoke & Sweets“ an der Weender Straße 79 und 53 sowie „Star Vapes“ an der Groner-Tor-Straße 29.
Die Entscheidung fiel nicht ohne Grund: Die Stadtverwaltung hat nach zahlreichen Ordnungswidrigkeiten- und Strafverfahren die sofortige Gewerbeuntersagung erlassen. Hierbei sind die Betreiber der Geschäfte immer wieder aufgefallen, da sie Tabakwaren an Minderjährige verkauft haben – ein absolutes No-Go, das auch in der bestehenden Gesetzgebung klar verankert ist.
Klartext: Gesetzesverstöße mit Konsequenzen
Dass es so weit kommen musste, verdeutlichen die umfangreichen Vorermittlungen der Polizeiinspektion Göttingen. Diese stellte fest, dass trotz rechtlicher Maßnahmen die illegalen Verkäufe an Kinder und Jugendliche weiterhin stattfanden. Die Gesundheit der Minderjährigen steht dabei auf dem Spiel, und das ist ein Punkt, den die Stadtverwaltung nicht weiter hinnehmen wollte.
Die versiegelten Geschäftsräume dürfen nicht mehr geöffnet werden. Ein Bruch des Siegels gilt als Straftat und könnte mit einem Zwangsgeld von bis zu 10.000 Euro geahndet werden. Hier zieht die Stadt klare Grenzen und zeigt, dass sie auf den Schutz der Jugend großen Wert legt.
Jugendschutzgesetz in Deutschland
Das Jugendschutzgesetz ist in Deutschland ein geflügeltes Wort, wenn es um den Schutz von Kindern und Jugendlichen geht. So regelt es unter anderem den Verkauf und die Abgabe von Tabakwaren sowie von E-Zigaretten und E-Shishas. Wer sich nicht daran hält, dem drohen empfindliche Strafen von bis zu 50.000 Euro. Diese Regelungen sind nicht nur hierzulande von Bedeutung, sondern sollen ein sicheres Umfeld für die Jugend gewährleisten, wie auch auf der Seite des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend nachzulesen ist.
Das Ziel ist klar: Die Abgabe von Tabakwaren und nikotinhaltigen Produkten an Kinder und Jugendliche zu verhindern. Und das gilt nicht nur für den stationären Handel, sondern auch für Automaten oder den Online-Versand. So sollen die Jüngeren in der Öffentlichkeit vor den Gefahren des Konsums geschützt werden, sodass sie mit einem gesunden Lebensstil aufwachsen können.
Mit diesen Maßnahmen demonstriert die Stadt Göttingen, dass sie ein gutes Händchen hat, wenn es darum geht, die Gesundheit ihrer Bürger zu schützen. Der Schutz von Minderjährigen ist ein zentrales Thema, das alle angeht. Nur gemeinsam können wir dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche in einer sicheren Umgebung aufwachsen.