Göttingen, eine Stadt, die nicht nur für ihre renommierte Universität, sondern auch für ihre lebendige Kneipenszene bekannt ist, beherbergt seit 64 Jahren die Kultkneipe „Le Trou“. Diese Kellerkneipe in der Burgstraße 20 hat sich einen festen Platz im Herzen der Studierenden und Einheimischen erobert. Der Wirt Paul, der ursprünglich aus Rotenburg an der Wümme nach Göttingen kam, beschreibt seine Gäste als „fresh clean faces“ und bemerkt oft deren Verwunderung über das urige Interieur. Mit abgenutztem Boden und kalten Ziegelwänden vermittelt „Le Trou“, was sein Name auf Französisch bedeutet: das Loch. Tische aus alten Holzfässern und einfache Holzbänke prägen das Ambiente, und die leise Hintergrundmusik macht den Ort ideal für gemütliche Unterhaltungen.

Die Kneipe ist nicht nur für ihr günstiges Bier bekannt, sondern zieht auch Prominente wie Gerhard Schröder und Ursula von der Leyen an. Paul, der fast täglich hinter der Bar steht und oft eine FFP2-Maske trägt, um ein Familienmitglied zu schützen, ist mittlerweile der Pächter und stellvertretende Vorsitzende des Studentenkreises, der die Kneipe betreibt. Ursprünglich wurde „Le Trou“ 1962 von einem Studentenkreis e. V. gegründet, um einen Ort für Gespräche und günstiges Trinken zu schaffen. Die Mitgliedschaft ist begehrt, jedoch wird nicht jeder aufgenommen; die Entscheidung erfolgt einstimmig. Der Studentenkreis zählt derzeit 12 Mitglieder im Alter von 21 bis 77 Jahren. Ein Tisch ist sogar für eine Gruppe von Hobby-Schwertkämpfern reserviert, die nach ihrem Training im „Trou“ einkehren.

Ein Ort der Geselligkeit und Tradition

Das Konzept der Kneipe hat sich über mehr als sechs Jahrzehnte gehalten und ist besonders aufgrund der besonderen Örtlichkeit erfolgreich. Im „Trou“ wird am Tisch bestellt und bar bezahlt, und beliebte Getränke sind neben Kellerbier auch eine Bierbowle. Es bietet sich als Rückzugsort für Studierende, Stammkunden und Touristen an, jedoch ist es nicht für Partys bekannt. Stattdessen genießen die Gäste die ruhige Atmosphäre und die gemütlichen Unterhaltungen, die der Ort bietet.

Die Göttinger Kneipenszene ist vielfältig und dynamisch, geprägt vom Studentenleben. Neben „Le Trou“ gibt es zahlreiche andere Kneipen wie Thanners, die Gartenlaube und das Hemingway, die alle ihren eigenen Charme tragen. Der Artikel des Göttinger Tageblatts gibt Aufschluss über diese lebendige Landschaft, die stets im Wandel ist, mit wechselnden Besitzern und neuen Lokalen. Für diejenigen, die die Stadt bald besuchen möchten, sei der kommende Alumni-Tag ans Herz gelegt, der die Möglichkeit bietet, die Atmosphäre Göttingens zu erleben und die Kneipenlandschaft durch eine Bildergalerie visuell zu erkunden.

Ein Blick auf die Alternativen

Die Kneipenkultur Göttingens ist vielfältig und bietet für jeden Geschmack etwas. Beispielsweise ist die Nautibar in der Theaterstraße 8 bekannt für ihre Craft Beer-Kreationen aus der eigenen Brauerei, während das Thanner’s am Wilhelmsplatz eine gemütliche Atmosphäre mit täglichen Bieraktionen schafft. Das „Loch“ ist aufgrund seiner Geschichte und der speziellen Erdbeer-Altbierbowle ein beliebter Anziehungspunkt. Zudem gibt es das Dots im Börnerviertel, das Kulturveranstaltungen und regionale Produkte anbietet, und das Stadion in der Speckstraße, das mit einer großen Leinwand für Fußballübertragungen aufwartet. In dieser lebendigen Kneipenszene findet jeder sein Plätzchen und kann die besondere Atmosphäre Göttingens genießen.

Weitere Informationen zu den Kneipen in Göttingen finden Sie im Artikel des Göttinger Tageblatts sowie auf der Seite der Alumni Göttingen. Auch die Reisereporter bietet spannende Einblicke in die Kneipenkultur dieser charmanten Stadt.