Am 20. Februar 2026 fand in Göttingen eine spannende Schulung zum Thema Schöpfung statt, die von der Lernwerkstatt und Medienstelle unter der Leitung von Sigrid Nolte organisiert wurde. Im Rahmen dieser Veranstaltung wurden verschiedene Methoden zur Annäherung an das Thema Schöpfung vorgestellt. Die Schulung begann mit einer kreativen Herangehensweise, indem die Teilnehmenden eine rückwärts aufgebaute Schöpfungsgeschichte erlebten, die vom Menschen bis hin zum Licht führte. Diese innovative Methode regte zu tiefen Überlegungen an, besonders als die unbeantwortete Frage aufkam, was vor dem Licht war – ein Geheimnis, das Sigrid Nolte als besonders faszinierend bezeichnete.

Wolf Prillwitz und Kathrin Voll vom Regionalen Umweltzentrum Reinhausen (RUZ) ergänzten die Schulung mit Präsentationen, die den Bezug zwischen Schöpfung und Natur hervorhoben. Um Kindern das Thema näherzubringen, wurde ein Parcours angeboten, der die Teilnehmer vom Anfang der Schöpfung aus begleitete.

Erzählende Methoden: Die Story Bag

Eine der vorgestellten Methoden zur Geschichtenerzählung war die „Story Bag“. Diese Stofftasche enthält Bilder, die durch Umkrempeln oder Umstülpen präsentiert werden, während die Orientierung gleich bleibt. Ursprünglich in England von Christen entwickelt, um biblische Geschichten zu visualisieren, sind die Story Bags mittlerweile ein beliebtes Hilfsmittel für die Vermittlung von Glaubensthemen an Kinder, Erwachsene und Senioren. Die Bilder sind detailreich handgemalt und stammen von rm53, wobei sie teils auf Stoff, teils digital umgesetzt wurden. Für unterschiedliche Glaubensthemen sind verschiedene Story Bags verfügbar, darunter die Schöpfungsgeschichte, die von wDm geplant wird, sowie bereits bestehende wie die Arche Noah oder die Passionszeit. Eine Übersicht über diese und weitere Angebote findet sich auf der Webseite der Story Bags.

Im zweiten Teil der Fortbildung wurden Spiele vorgestellt, die im RUZ zur Vermittlung von Natur und Schöpfung eingesetzt werden. Dazu gehörten Aktivitäten wie das Ertasten von Waldgegenständen und das Ordnen von Bäumen anhand ihrer Knospen im Winter. Ein weiteres anschauliches Beispiel war die Nachverfolgung des Weges von Kartoffeln vom Acker bis zum Endverbraucher, was den Teilnehmenden half, einen praktischen Bezug zur Schöpfung herzustellen.

Interaktive Rollenspiele zur Schöpfungsgeschichte

Um das Thema Schöpfung noch greifbarer zu machen, können interaktive Rollenspiele genutzt werden, wie sie in einer anderen Fortbildung beschrieben werden. Hier beginnt die Stunde mit einer Begrüßung der Kinder und der Bildung eines Sitzkreises. Die Einleitung beinhaltet Fragen zur Schöpfungsgeschichte, gefolgt von einem kindgerechten Vorlesen der Geschichte, bei dem die sieben Tage der Schöpfung mit Bildern erklärt werden. Im Hauptteil erfolgt ein Rollenspiel, bei dem die Kinder verschiedene Rollen übernehmen, die die Schöpfung darstellen – vom Licht über die Pflanzen bis zu den Tieren und Menschen. Dies fördert nicht nur das Verständnis der Schöpfung, sondern auch die Teamarbeit und Kreativität der Kinder.

Die Teilnehmerinnen der jüngsten Schulung bedankten sich bei den Referenten für die umfassenden Informationen und die kreative Aufbereitung des Themas. Solche Veranstaltungen sind von großer Bedeutung, um das Bewusstsein für die Zusammenhänge zwischen Schöpfung, Natur und Glauben zu schärfen und Kinder auf spielerische Weise an diese Themen heranzuführen. Weitere Informationen und Materialien zu interaktiven Methoden finden sich auf Relimentar.