Die Stadt Göttingen zieht laut goettinger-tageblatt.de nun Konsequenzen gegen drei Vape-Shops in der Innenstadt. Diese wurden aufgrund gravierender Verstöße gegen das Jugendschutzgesetz geschlossen. In den Geschäften, die nun ihre Türen versiegelt haben, wurde unter anderem unerlaubter Tabak verkauft. Betreiber müssen mit einem Gewerbeverbot rechnen, und bei einem versuchten Aufbrechen der versiegelten Türen drohen hohe Strafen.
Diese Schließungen sind Teil einer umfassenderen Maßnahme der Stadtverwaltung, die auch die desolaten Zustände im Gebäudekomplex an der Groner Landstraße 9 in den Fokus gerückt hat. Hier sind nicht nur Müll, sondern auch Kriminalität und unmenschliche Wohnverhältnisse an der Tagesordnung. In einem nächsten Schritt plant die Stadtverwaltung, den betroffenen Mietern Unterstützung anzubieten, wobei ein Treffen mit dem Mieterverein bereits für nächste Woche anberaumt wurde.
Dringende Maßnahmen in den Problemimmobilien
Ein weiterer besorgniserregender Zustand wurde in einem Wohnblock an der Groner Landstraße festgestellt, wie ndr.de berichtet. Bei einer Begehung stellte man fest, dass ein Drittel der Wohnungen leer steht. Es gibt Berichte über Ungeziefer, Müllansammlungen und sogar herrenlose Hundewelpen, die dringend Hilfe benötigen. Der Oberbürgermeisterin, Petra Broistedt, sind die unhaltbaren Zustände ein Dorn im Auge: Sie erklärt die Wohnungen für unbewohnbar und appelliert an Eigentümer, die Missstände zu beheben.
Die Mieten in diesem Block gehören zu den höchsten der Stadt, wovon vor allem die Sozialbehörden betroffen sind, da viele Bewohner auf staatliche Unterstützung angewiesen sind. Broistedt fordert daher eine Gesetzesänderung, die Vermietern die Kostenübernahme in derartigen Fällen verwehren soll. Die Hausverwaltung, die Coeles GmbH, wehrt sich indessen gegen die Vorwürfe und macht die Mieterschaft für die Herausforderungen verantwortlich.
Kratzer in der Online-Welt
Doch nicht nur in der Stadt gibt es Schwierigkeiten, auch im digitalen Raum gibt es dunkle Gestalten: Eine 61-jährige Frau aus dem Landkreis Göttingen wurde Opfer von Betrug über Kleinanzeigen. Die Betrüger zogen über gefälschte Webseiten persönliche Daten der Frau ein. Ein schnelles Handeln ist der Polizei dringend anzuraten, um ähnliche Vorfälle zu verhindern.
Die Stadt und ihre Bewohner stehen also vor einige Herausforderungen. Ob bei den Vape-Shops oder den unhaltbaren Wohnverhältnissen – hier braucht es ein gutes Händchen und eine liebevolle Hand, um die Situation zu verbessern und die Lebensqualität in Göttingen auf ein akzeptables Niveau zu heben. Das Versprechen auf bessere Behördenarbeit durch die Stadt könnte ein erster Schritt in diese Richtung sein.