In Uelzen sorgt der Verdacht auf einen Weltkriegs-Blindgänger für Aufregung und Unruhe unter den Anwohnern. Wie die Goslarsche Zeitung berichtet, wurde die mutmaßliche Munition Anfang Februar bei Bauarbeiten für ein neues elektronisches Stellwerk entdeckt. Diese gefährliche Entdeckung könnte erhebliche Konsequenzen haben, denn rund 10.500 Menschen in der Umgebung müssen sich auf eine mögliche Evakuierung einstellen.

Der Blindgänger, dessen Fundort auf dem Bahngelände im Bereich des Uhlenköperparks vermutet wird, liegt in einer Tiefe von etwa sechs Metern. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst plant, in dieser Woche erste Sondierungen durchzuführen. Sollte der Verdacht sich bestätigen, könnte bereits am Sonntag, dem 22. Februar, eine Entschärfung oder sogar eine kontrollierte Sprengung des Blindgängers notwendig werden.

Evakuierungsdetails

Die Stadt Uelzen bereitet sich intensiv auf die Evakuierung vor, die für den 22. Februar vorgesehen ist. Alle im Radius von 1.000 Metern rund um den Verdachtspunkt lebenden Einwohner müssen bis 9 Uhr ihre Wohnungen verlassen. Notunterkünfte sind bereits eingerichtet: Anwohner können in der Aula der Sternschule sowie in den Sporthallen des Lessing- und Herzog-Ernst-Gymnasiums untergebracht werden. Zudem stehen spezielle Buslinien und ein Fahrdienst des DRK bereit, um die Bewohner sicher zu den Notunterkünften zu bringen.

Um die betroffenen Bürger umfassend zu informieren, wird es ein Bürgertelefon geben, das unter der Nummer 0581 800-6676 zu erreichen ist. Dieses ist von Dienstag, dem 10. Februar, an montags bis donnerstags von 10 bis 16 Uhr und freitags von 8 bis 12 Uhr verfügbar. Weitere Informationen werden auf der Website der Stadt Hansestadt Uelzen sowie über soziale Medien und lokale Medien kommuniziert.

Was ist ein Blindgänger?

Der Begriff Blindgänger beschreibt explosive Überbleibsel aus Kriegen, die nicht detoniert sind. Diese Objekte stellen nicht nur in urbanen Gebieten, sondern auch in ländlichen Regionen ein erhebliches Risiko dar, und ihre Entdeckung erfordert besondere Vorsichtsmaßnahmen. Wie Focus erläutert, ist die Entschärfung oder Sprengung solcher Munitionsteile oft eine langwierige und gefährliche Angelegenheit. Daher ist präventives Handeln wie die geplante Evakuierung von entscheidender Bedeutung.

Uelzen steckt also mitten in den Vorbereitungen, um das Wohl seiner Bürger zu sichern. Die Anwohner sollten sich auf die kommenden Tage einstellen und mögliche Änderungen im Alltag in Betracht ziehen. Sicherheit geht vor! Es bleibt zu hoffen, dass der Verdacht auf eine explosive Bedrohung sich schnell klärt und alle Beteiligten gesund bleiben.