Gartenfreunde und Nachteulen aufgepasst! Die Nacht auf den 6. November 2025 steht ganz im Zeichen des Supermondes, der in weiten Teilen Deutschlands ein beeindruckendes Schauspiel bietet. Laut der Goslarschen Zeitung war der Mond bei klarem Himmel gut sichtbar, auch wenn einige Schleierwolken gelegentlich den Blick trübten. An der Nordsee- und Ostseeküste hingegen war die Sicht durch dicke Bewölkung stark eingeschränkt.

Was macht den Supermond so besonders? Ganz einfach: Er zeigt sich besonders groß, weil er sich der Erde näher ist als gewöhnlich. Am Höhepunkt seines Auftritts um 23:16 Uhr befand sich der Mond nur rund 356.400 Kilometer von unserem Planeten entfernt – ein beeindruckendes Stück näher im Vergleich zu anderen Zeiten, wo er oft mehr als 400.000 Kilometer entfernt ist. Dieses Phänomen nennt sich „Perigee Syzygy“, ein Begriff, den die Wissenschaftler präferieren. Der Wikipedia-Artikel erklärt weiter, dass der Begriff „Supermond“ im Jahr 1979 von Astrologe Richard Nolle geprägt wurde, doch es gibt keine strikte Definition, wann genau ein Vollmond als Supermond zählt.

Ein stattlicher Anblick

Wie unterscheidet sich der Supermond vom üblichen Vollmond? Auf den ersten Blick ist der Größenunterschied möglicherweise schwer zu erkennen, doch bei näherem Hinsehen erscheint er etwa 12,5% bis 14,1% größer als ein Mikromond, der sich in der entferntesten Position zur Erde befindet. Wenn der Mond sich dem Perigäum nähert, strahlt er auch bis zu 30% heller als bei seiner maximalen Entfernung, dem Apogäum. Dies lässt den Supermond besonders eindrucksvoll am Nachthimmel leuchten, wie die Website Time and Date erläutert.

Ein weiterer Aspekt, den viele vielleicht nicht auf dem Schirm haben: Die Gezeiten können durch das Mondphänomen beeinflusst werden. Wenn Sonne, Mond und Erde in einer Linie stehen, addieren sich die Gravitationskräfte, was zu stärkeren Springfluten führt. Auch wenn der Supermond aktiv dazu beitragen kann, sind es oft die bestehenden Wetterbedingungen, die den größeren Einfluss auf die Gezeiten haben, berichtet die Goslarsche Zeitung.

Und es gibt noch mehr interessante Details: Obwohl Supermonde nicht mit Naturkatastrophen wie Erdbeben in Verbindung gebracht werden können, haben wissenschaftliche Studien gezeigt, dass sie lokale Effekte auf die Gezeiten haben. Beispielsweise können Küstenerscheinungen wie Erosion verstärkt werden. Im Jahr 2026 können neugierige Beobachter zudem einen weiteren Superneumond erleben, der allerdings nicht so auffällig ist.

Abschließend lässt sich sagen, dass der heutige Supermond nicht nur ein faszinierendes astronomisches Ereignis ist, sondern auch eine großartige Möglichkeit, den Nachthimmel zu beobachten und die Wunder unserer Natur zu schätzen. Egal, ob man im eigenen Garten sitzt oder einen Platz mit freier Sicht auf den Himmel sucht – es lohnt sich durchaus, einen Blick auf dieses eindrucksvolle Schauspiel zu werfen!