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Heute ist der 5.03.2026 und in der Region Goslar gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Fischerei. Der Wolgazander (Sander volgensis), ein nicht heimischer Raubfisch, breitet sich zunehmend in norddeutschen Gewässern aus. Diese Art wurde erstmals 2010 im Mittellandkanal bei Braunschweig nachgewiesen und hat sich seither in verschiedenen Gewässern etabliert. Besonders der Angelverband Niedersachsen (AVN) hat mit über 1.100 ausgewerteten Fängen die Verbreitung des Wolgazanders dokumentiert, wobei mehr als 98 % dieser Fänge von Anglern stammen. Wie die Quellen berichten, hat der Wolgazander in sechs Bundesländern, darunter Niedersachsen, Hamburg und Sachsen-Anhalt, Fuß gefasst.

Der Wolgazander ähnelt zwar dem heimischen Zander, bleibt jedoch kleiner, mit einer maximalen Größe von bis zu 65 cm. Im Gegensatz dazu kann der heimische Zander über einen Meter lang werden und mehr als zehn Kilogramm wiegen. Auffällig sind die fünf bis sieben dunklen Streifen bis zum Bauchansatz und das Fehlen der typischen Fangzähne. Dieser Raubfisch laicht vermutlich später als der Zander und zeigt keine Brutpflege. Junge Wolgazander ernähren sich anfangs von Zooplankton und später von Makroinvertebraten sowie kleinen Fischen. Seine bevorzugten Lebensräume sind stillwasserreiche Bereiche großer Flüsse, Altwasser, Seen und Talsperren.

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Verbreitung und Auswirkungen

In den letzten 15 Jahren hat sich das Verbreitungsgebiet des Wolgazanders in Norddeutschland erheblich vergrößert. Wasserstraßen wie der Mittellandkanal, die ehemals isolierte Flusssysteme miteinander verbinden, haben diese Ausbreitung begünstigt. Der Biologe Matthias Emmrich äußert, dass eine Besiedlung des westdeutschen Kanalnetzes und des Rheinsystems wahrscheinlich sei. Trotz der raschen Verbreitung des Wolgazanders gibt es bislang keine Hinweise auf ernsthafte negative Auswirkungen auf heimische Fischbestände. Laut Emmrich besteht keine ernsthafte Gefahr für heimische Raubfische durch diese neue Art.

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Die bisherigen Erkenntnisse deuten darauf hin, dass der Wolgazander in Deutschland erfolgreich reproduktive Bestände bildet. Dennoch bleibt abzuwarten, wie sich die Fischbestände in den kommenden Jahren entwickeln werden. Angler und Fischereiverbände sollten die Situation weiterhin im Auge behalten, um mögliche Veränderungen in den bestehenden Ökosystemen frühzeitig zu erkennen.