Neue Blitzer in Hameln-Pyrmont: Sicherer oder nur Abzocke?
Ab Mitte November 2025 starten in Hameln-Pyrmont neue stationäre Blitzer, um die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Bürger äußern verschiedene Meinungen.

Neue Blitzer in Hameln-Pyrmont: Sicherer oder nur Abzocke?
Ab Mitte November könnten sich Autofahrer in der Region Hameln-Pyrmont auf etwas gefasst machen: Zwei neue stationäre Blitzeranlagen werden in Betrieb genommen. Diese stehen an der Bundesstraße 1 in Hameln-Wangelist und an der Bundesstraße 217 in Hachmühlen. Damit geht ein jahrelanges Vorgeplänkel zu Ende, in dem der Landkreis lange Zeit gegen die Installation fester Blitzer war.
Der Aufbau der Blitzer erfolgte bereits Ende Oktober, gefolgt von einer Umfrage, an der 531 Bürger:innen teilnahmen. Interessant ist das Ergebnis: 64% der Umfrageteilnehmer bewerteten die neuen Blitzer als positiv, während 24% sie als „eher schlecht“ empfanden. 12,4% hatten eine gemischte Meinung dazu. Befürworter argumentieren, dass die neuen Anlagen für mehr Verkehrssicherheit sorgen könnten, weniger Unfälle und auch weniger Lärm mit sich bringen.
Position und Kritik an den Blitzerstandorten
Doch nicht allen gefällt das Konzept. Kritiker sehen die Blitzer als „Abzocke“ und zweifeln am langfristigen Nutzen. Insbesondere die Standorte sorgen für Diskussionen: Einige Umfrageteilnehmer warfen ein, dass die Blitzer schlecht gewählt seien – vor allem in der Nähe von Ampeln. Der Unmut spiegelt sich auch in den Vorschlägen wider, die zahlreiche Bürger:innen eingebracht haben. 108 Teilnehmer nannten konkret weitere mögliche Standorte, darunter wichtige Orte wie Kreuzungen, Schulen, Kindergärten und Altenheime.
Aktuell bleibt allerdings unklar, ob der Landkreis weiterhin plant, weitere stationäre Blitzer im Raum Hameln-Pyrmont aufzustellen. Die Verantwortlichen haben angekündigt, bald eine Auskunft dazu zu geben. Es wäre gewiss spannend zu erfahren, ob die Pläne konkretisiert werden können.
Technik der modernen Blitzer
Die neuen stationären Blitzer nutzen moderne Techniken, die bei den traditionellen mobilen Blitzern nicht zur Anwendung kommen können. Stationäre Blitzer setzen beispielsweise auf Induktions- und Piezomessungen oder Radar, die zuverlässigere Messungen ermöglichen. Die Herausforderungen liegen oft darin, dass ortskundige Fahrer schnell lernen, wo die Blitzer stehen, und ihre Geschwindigkeit nur an diesen Stellen reduzieren. Daher werden sie häufig an Unfallschwerpunkten, in der Nähe von Schulen und ominösen Ampeln platziert, um die Verkehrssicherheit gerade dort zu gewährleisten, wo sie am meisten benötigt wird.
Ein weiterer Aspekt ist, dass stationäre Blitzer oft als Einnahmequelle für Kommunen gesehen werden. Kritiker werfen ihnen vor, dass sie damit dem Vandalismus ausgesetzt sind und als rechtliche Grauzone gelten, da die Nutzung von Radarwarner-Apps sowie Geräten, die vor Radarkontrollen warnen, verboten ist.
Die Diskussion über die Blitzer wird in den kommenden Wochen sicher lebhaft weitergeführt werden. Hoffentlich können die neuen Anlagen tatsächlich zu einer Verbesserung der Verkehrssituation führen, und die Meinungen in der Bevölkerung finden sich zu einem Konsens.
Weitere Informationen über stationäre Blitzer und deren Funktionsweisen sind unter anderem auf bussgeld-info.de erhältlich, wo die unterschiedlichen Technologien und Einsatzmöglichkeiten erläutert werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen: Der Landkreis Hameln-Pyrmont könnte sich mit diesen neuen Anlagen in eine neue Ära der Verkehrssicherheit bewegen, doch wie die Bürger:innen darauf reagieren werden, bleibt abzuwarten. Und ob die blauen Blitzer den gewünschten Effekt bringen, zeigt allein die Zeit.