Am 6. März 2026 wurde das Ergebnis der Seniorenbeiratswahl in Hannover bekanntgegeben, bei der 36.252 Wählerinnen ihre Stimme abgaben. Dies entspricht einer Wahlbeteiligung von 24,9 Prozent. Im Vergleich zur vorherigen Wahl 2022, bei der 37.844 Stimmen und eine Beteiligung von 27,8 Prozent registriert wurden, zeigt sich ein leichter Rückgang. Die gewählten Delegierten werden Anfang Mai 2026 ihre Arbeit aufnehmen, und die konstituierende Sitzung des neuen 13-köpfigen Gremiums findet ebenfalls im Mai statt.
Insgesamt hatten 194 Kandidatinnen für 174 Sitze in der Delegiertenversammlung kandidiert. Davon waren 91 weiblich und 103 männlich. Interessant ist, dass der älteste Kandidat 1935 geboren wurde und 36 Bewerberinnen 80 Jahre oder älter sind. Das Durchschnittsalter der Kandidatinnen liegt bei 73 Jahren. Besonders hervorzuheben ist der Wahlvorschlag des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), der 26,0 Prozent der Stimmen erhielt und somit 76 Sitze einnehmen kann. Weitere Wahlvorschläge und die entsprechenden Sitze sind wie folgt:
- AWO Region Hannover e.V.: 28 Sitze
- Kommunaler Seniorenservice Hannover (KSH): 26 Sitze
- Diakonie und Evangelische Kirche: 18 Sitze
- DRK-Region Hannover e.V.: 15 Sitze
- Sozialverband Deutschland – KV Hannover-Stadt (SoVD): 6 Sitze
- Caritasverband Hannover e.V.: 5 Sitze
Wahlverfahren und Herausforderungen
Die Wahl wurde als reine Briefwahl durchgeführt, wobei die Stimmzettel bis zum 23. Februar beim Wahlamt eingehen mussten. Wahlbriefe konnten bis zum 13. Februar an über 140 Stellen im Stadtgebiet in Urnen abgegeben werden. Senioren-Einrichtungen standen jedoch nicht zur Verfügung für die Abgabe der Wahlbriefe. Diese Wahl war für viele nicht-deutsche Einwohnerinnen aus über 100 Ländern möglicherweise die erste Wahl in Deutschland, was eine besondere Herausforderung darstellt. Um den wahlberechtigten Personen, die alle in Hannover mit Hauptwohnung gemeldeten Personen ab 60 Jahren sind, den Prozess zu erleichtern, wurde das Wahlverfahren in einem mehrsprachigen Informationsmerkblatt erläutert.
Ein Viertel der hannoverschen Bevölkerung gehört zur Generation 60+, und der Seniorenbeirat vertritt seit über 50 Jahren die Belange dieser Altersgruppe. Der Seniorenbeirat ist parteipolitisch und konfessionell neutral und nimmt an Beratungen in fünf Fachausschüssen des Rates teil. Er fungiert auch als Anlaufstelle für Anliegen der Seniorinnen in Hannover.
Ein Blick auf die Wahlbeteiligung
Interessanterweise zeigt die Wahlbeteiligung, dass der Anteil älterer Menschen an den Wahlberechtigten stetig zunimmt. Besonders hoch ist die Wahlbeteiligung in der Altersgruppe über 70 Jahre. Bei der Bundestagswahl 2025 beispielsweise waren etwa 60,5 Millionen Menschen wahlberechtigt, wobei jede vierte wahlberechtigte Person über 70 Jahre alt war. Diese Entwicklung wird sich aufgrund der Alterung der Bevölkerung fortsetzen, und es wird erwartet, dass die Wahlbeteiligung in der Regel mit zunehmendem Alter steigt, insbesondere zwischen 21 und 69 Jahren. Die Seniorenbeiratswahl in Hannover könnte somit nicht nur ein Spiegelbild der lokalen Demografie sein, sondern auch einen Hinweis auf die generelle Entwicklung in der Gesellschaft darstellen.
Für weitere Informationen zur Wahlbeteiligung und deren Entwicklungen in Deutschland können Sie die Demografie-Portal besuchen. Mehr über die Seniorenbeiratswahl in Hannover erfahren Sie in der Pressemitteilung der Stadt Hannover.




