Im Landkreis Harburg wird ein Schritt in Richtung mehr Sicherheit und Selbstständigkeit der Kinder gemacht. Der Landrat Rainer Rempe und Frederik Schröder von der Sparkasse Harburg-Buxtehude haben kürzlich elf Grundschulen ausgezeichnet, die an einer einwöchigen Aktion im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche teilgenommen haben. Diese engagierten Schulen setzten sich erfolgreich für den Verzicht auf Elterntaxis ein und erzielten beeindruckende Fortschritte.
Junge Schülerinnen und Schüler konnten für jeden Schulweg, den sie nicht mit dem Auto zurücklegten, Punkte sammeln. Dies trug nicht nur zur Sicherheit im Straßenverkehr bei, sondern förderte auch die selbstständige Bewegung der Kinder, ein wesentlicher Aspekt für ihre Entwicklung. Laut den Experten sind Elterntaxis eine häufige Unfallursache vor Schulen, weshalb der Verzicht auf diese eine kluge Entscheidung ist.
Sichere Schulwege im Fokus
In einer Umfrage der ADAC Stiftung aus dem Juli 2025 wird deutlich, dass viele Eltern nach wie vor auf das Elterntaxi zurückgreifen. So nutzt jedes fünfte Grundschulkind zumeist das Auto der Eltern für den Schulweg. Die Hauptgründe dafür sind oft praktische Überlegungen: Anschlusstermine, schlechtes Wetter, die Lage der Schule auf dem Arbeitsweg und nicht zuletzt die Zeitersparnis für die Kinder spielen hier eine Rolle. Doch das hat seinen Preis, denn Elterntaxis können nicht nur andere Verkehrsteilnehmer gefährden, sondern auch die eigene Sicherheit der Kinder beeinträchtigen, indem sie häufig Staus und riskante Verkehrssituationen verursachen.
Im Landkreis Harburg sind Maßnahmen wie die Einrichtung von Schulstraßen, beispielsweise vor der Grundschule Im Roten Felde, bereits umgesetzt worden. Solche Straßenverlegungen sollen gefährliche Situationen vermeiden und den Schulweg für die Kleinsten sicherer gestalten. Die niedersächsischen Kommunen haben zudem begonnen, Straßen vor Schulen zu sperren, um die Sicherheit weiter zu erhöhen. Das Verkehrsministerium hat für die notwendige Rechtssicherheit gesorgt, sodass diese Maßnahmen nun effektiver umgesetzt werden können.
Auszeichnungen als Ansporn
Die elf Grundschulen, die an der Aktion teilgenommen haben, wurden mit Preisen von 300 bis 500 Euro für neue iPads ausgezeichnet. Die Grundschule in Vahrendorf erhielt dabei das höchste Preisgeld von 500 Euro. Solche Anreize motivieren nicht nur die Schüler, sondern setzen auch ein Zeichen für weitere Schulen, ebenfalls aktiv zu werden und an ähnlichen Aktionen teilzunehmen.
Es bleibt zu hoffen, dass dieser Wettbewerb im Landkreis Harburg auch in Zukunft fortgeführt wird, um noch mehr Kinder dazu zu bewegen, den Schulweg zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen. Der gesunde Schulweg stärkt nicht nur die Entwicklung der Kinder, sondern trägt auch maßgeblich zu einer besseren Verkehrssituation rund um die Schulen bei. NDR berichtet, dass solche Aktionen zur langfristigen Veränderung des Verhaltens im Straßenverkehr beitragen können. Auch die ADAC Stiftung unterstützt solche Initiativen, um die Schulwegsicherheit zu fördern.






