Inmitten der fortwährenden Debatte um die Sicherheit auf Schulwegen hat der Landkreis Harburg nun elf Grundschulen ausgezeichnet, die sich erfolgreich an einer einwöchigen Aktion im Rahmen der europäischen Mobilitätswoche beteiligt haben. Ziel der Initiative war es, den Verzicht auf Elterntaxis zu fördern und die Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler zu stärken. Landrat Rainer Rempe übergab gemeinsam mit Frederik Schröder von der Sparkasse Harburg-Buxtehude das Preisgeld von 500 Euro an die Schulleiterin Katharina General der Grundschule in Vahrendorf. Insgesamt erhielten die ausgezeichneten Schulen zwischen 300 und 500 Euro für die Anschaffung neuer iPads, um die digitale Bildung zu unterstützen. Dieser Wettbewerb fand in diesem Jahr bereits zum zweiten Mal im Landkreis statt, was das Engagement der Schulen unterstreicht.
Die Entscheidung, auf das Elterntaxi zu verzichten, fiel nicht nur aus Gründen der Sicherheit, sondern auch, um die Entwicklung der Kinder zu fördern. Die Schüler sammelten Punkte für jeden Schulweg, den sie zu Fuß zurücklegten, was nicht nur ihre Fitness, sondern auch ihr Selbstbewusstsein stärkt. Denn wie Experten wissen, sind Elterntaxis oft eine der Hauptursachen für Unfälle rund um Schulen. Das zeigt auch eine Umfrage der ADAC Stiftung aus dem Juli 2025, wo herauskam, dass jedes fünfte Grundschulkind zumeist mit dem Elterntaxi zur Schule fährt. Häufige Gründe für diese Nutzung sind Anschlusstermine, schlechtes Wetter oder die Lage der Schule auf dem Arbeitsweg der Eltern. Außerdem führt die Präsenz von Elterntaxis oft zu Staus und riskanten Verkehrssituationen.
Schulstraßen und Maßnahmen zur Sicherheit
Um das Risiko für die Schülerinnen und Schüler zu minimieren, haben einige niedersächsische Kommunen bereits Straßen vor Schulen gesperrt. Diese Maßnahmen wurden durch das Verkehrsministerium rechtlich abgesichert, um ein hohes Maß an Sicherheit zu gewährleisten. So wurde beispielsweise vor der Grundschule Im Roten Felde eine Schulstraße eingerichtet, die gefährliche Situationen vermeiden soll. Solche Maßnahmen sind wichtig, denn die Sicherheit von Kindern muss oberste Priorität haben.
Mit der Initiative in Harburg wird ein wichtiges Zeichen gesetzt. Es geht nicht nur darum, Platz für Autos zu schaffen, sondern vor allem darum, den Kindern die Möglichkeit zu geben, selbstbewusst und unabhängig zur Schule zu gehen. Eltern werden dazu angehalten, ihre Kinder nicht nur sicher, sondern auch selbstständig auf den Weg zur Schule zu schicken. Durch diese Aktionen wird nicht nur die Sicherheit erhöht, sondern es wird auch Zeit gewonnen, die die Kinder brauchen, um ihre Umwelt besser kennenzulernen.
Die Zukunft der Schulwegsicherheit hängt nicht nur von politischen Entscheidungen ab, sondern auch vom Engagement der Eltern und Schulen. Indem der Landkreis Harburg solche Initiativen unterstützt, tragen sie maßgeblich zur Verbesserung der Sicherheit auf den Schulwegen bei und sichern ein positives Lernumfeld für die Kinder. Weitere Informationen zu den Herausforderungen und Sicherheitsfragen rund um das Thema Elterntaxi finden Sie auf der ADAC Stiftung.