In Niedersachsen geht es hoch her: Ein schwerer Raubüberfall auf einen 91-jährigen Mann beschäftigt die Kriminalpolizei Holzminden. Der Überfall ereignete sich in der Nacht zum 1. März 2024 im beschaulichen Delligser Ortsteil Kaierde. Zwei unmaskierte Täter drangen gewaltsam in das Wohnhaus des Seniors ein, fesselten und knebelten ihn im Wohnzimmer und durchsuchten das Haus nach Bargeld und Wertsachen. Während die Täter im Dunkeln flüchteten, konnte sich der Senior nach mehreren Stunden selbst befreien und alarmierte seine Familie, die umgehend die Polizei informierte. Trotz einer sofort eingeleiteten Fahndung blieben die Täter unentdeckt. Der Senior wurde von einem Notarzt vor Ort versorgt, während die Polizei den Tatort absperrte, um Spuren zu sichern. Eine DNA-Spur verbindet diesen Fall mit einem ähnlichen Delikt im Bereich Vechta. Darüber berichtet HNA.
Die dramatischen Ereignisse werden nun in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY – ungelöst“ aufgegriffen. Am 26. November 2025 um 20:15 Uhr wird Kriminalhauptkommissar Ralf Schreck, der bald in den Ruhestand geht, zusammen mit Hauptkommissar Daniel Abel über diesen mysteriösen Fall berichten. Die XY-Redaktion stellte den Fall vor, da trotz zahlreicher Spuren und Hinweise die Identität der Täter bisher ungeklärt bleibt. Ein etwa 12-minütiger Filmbeitrag zu der Tat wird in der Sendung gezeigt, gefolgt von einer Fragerunde mit dem Moderator Rudi Cerne. Wie die Dewezet berichtet, wird auch ein Ermittler der Polizei Vechta zu Gast sein, um über den möglichen Zusammenhang mit einer anderen Raubtat zu sprechen.
Belohnung und Fahndung
Die Staatsanwaltschaft Hildesheim hat eine Belohnung von 5.000 Euro für sachdienliche Hinweise zur Ergreifung der Täter ausgesetzt. Der Fall knüpft an eine besorgniserregende Entwicklung in Deutschland an, denn die Raubdelikte sind, laut Statista, mit über 38.000 Fällen im Jahr 2022 gestiegen. Die Aufklärungsquote bei Raubdelikten liegt zwar knapp über 60%, jedoch ist jeder Fall, insbesondere wenn Ältere betroffen sind, von größerer Tragweite. Der 91-Jährige Mann wird als alleinlebend beschrieben, was die Situation besonders prekär macht.
In einer Zeit, in der die Kriminalität in vielen Teilen Deutschlands ansteigt, ist es essenziell, dass solche Vorfälle in der Öffentlichkeit besprochen werden. Nicht nur um die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, sondern auch um das Bewusstsein für die Gefahren zu schärfen. Der Fall des 91-jährigen Seniors zeigt eindrucksvoll, wie wichtig es ist, aufmerksam zu sein und aufeinander Acht zu geben.