Bäume am jüdischen Friedhof: Tiefbauarbeiten verursachen massive Schäden!
In Lüneburg sind Bäume am Jüdischen Friedhof durch Tiefbauarbeiten stark beschädigt worden, führend zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren.

Bäume am jüdischen Friedhof: Tiefbauarbeiten verursachen massive Schäden!
Schockierende Nachrichten erreichen uns aus Lüneburg: Die Geschichte am Jüdischen Friedhof nimmt eine unschöne Wendung. Wie die Uelzener Presse berichtet, sind mindestens zwei große, alte Bäume sowie ein junger Baum durch unachtsame Tiefbauarbeiten stark beschädigt worden. Der Grund: Bei Leitungsverlegungen zur Erschließung der restaurierten Kapelle wurden die Wurzeln dieser wunderschönen Bäume in Mitleidenschaft gezogen, was die Standsicherheit gefährdet. Leider ist dies kein Einzelfall, denn die Verantwortung für solche Schäden ist ein oft diskutiertes Thema.
Die Hansestadt hat sofort reagiert und ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen die beauftragte Baufirma eingeleitet. Diese hatte sich nicht an die vorher getroffenen Absprachen mit Naturschutzorganisationen wie BUND und NABU gehalten. Diese hatten zum Ziel, die Bäume während der Arbeiten zu schützen. Nun müssen zwei der geschädigten Spitzahorne und eine Winterlinde dringend gefällt werden. Ein weiterer Baum, der auch stark beschädigt wurde, könnte möglicherweise gerettet werden; hier werden alternative Maßnahmen zur Bewahrung seiner Gesundheit geprüft.
Die Folgen der Baumfällung
Obwohl diese Winterlinde noch standsicher ist, hat ein Baumexperte bereits Wunden versorgt, um weiteren Schaden durch Krankheiten oder Fäule abzuwenden. Die Zukunft dieser Bäume ist ungewiss, und regelmäßige Kontrollen werden notwendig sein, um den Gesundheitszustand der betroffenen Pflanzen im Auge zu behalten.
In einer Stadt wie Köln, wo viele alte und stattliche Bäume in den Straßen zu finden sind, stellt sich die Frage nach der Haftung für Schäden. Ein Baum kann in der Tat plötzlich umfallen und Fahrzeugschäden verursachen. Jurist Daniel Heymann erklärt in einem Beitrag auf ZDF heute, dass in Wohngebieten der Grundstückseigentümer verantwortlich ist – in der Regel die Stadt, bei Landstraßen das Bundesland und bei Bahnlinien die Bahn. Es ist sogar so, dass ein Drittel Deutschlands bewaldet ist, aber 80% der Bäume Schäden aufweisen. Daher ist eine regelmäßige Kontrolle der Baumgesundheit ein Muss!
Die Stadt Köln führt beispielsweise zweimal jährlich Sichtkontrollen durch. Dabei werden die Bäume auf Totholz, herabhängende Äste und Rindenverletzungen geprüft. Das geschieht ausschließlich vom Boden aus – ohne teure Hubwagen oder Drohnen. Doch oft ist es auch an den Anwohnern, Auffälligkeiten am Baum schnell zu melden. Insbesondere bei extremen Wetterbedingungen sollte man wachsam sein, denn in solchen Fällen könnte die Haftung als höhere Gewalt gelten.
Zusammenfassend bleibt abzuwarten, wie die Stadt Lüneburg mit der Situation am Jüdischen Friedhof umgeht. Gespräche über Ersatzpflanzungen mit der jüdischen Gemeinde stehen an. In jeder Gemeinschaft ist es wichtig, sich um die Natur zu kümmern und den Erhalt unserer grünen Oasen sicherzustellen.