Die Sorge um die zukünftigen Mobilitätsangebote in der Region nimmt zu. Wie lueneburgaktuell.de berichtet, äußern die Betriebsräte der KVG Bedenken bezüglich der Arbeitsplätze und der geplanten Änderungen am Rufbussystem, das sowohl die Stadt als auch das Umland betrifft. Aktuell sind 40 Fahrer mit 18 Verbindungen im Bereich Dahlenburg/Bleckede beschäftigt. Doch die neue Nahverkehrsgesellschaft Moin sucht nach Einsparpotenzial und plant möglicherweise, einige dieser Verbindungen zu streichen. Das sorgt nicht nur für Unsicherheit unter den Mitarbeitern, sondern auch für mangelnde Transparenz seitens des Kreises und der Moin.

Ob die Arbeitnehmervertreter mit ihren Anliegen Gehör finden, bleibt abzuwarten. Am 13. November wird der Mobilitätsausschuss des Landkreises tagen und versuchen, diese und weitere Fragen zu klären. Bisher blieben die Anfragen der KVG und der betroffenen Beschäftigten unbeantwortet, was die Unruhe nur noch verstärkt. Die KVG hingegen hat ein attraktiveres Bezahlungsmodell in Aussicht gestellt und plant eine bessere Vergütung für die Standzeiten der Fahrer.

Änderungen im Liniennetz

Der Lüneburger Seniorenbeirat hat bereits die Änderungen an der Buslinie vom Kreideberg hin zum Markt und Amtsgericht kritisiert. Der Weg dorthin wird nun erschwert, was vor allem für ältere Menschen eine Herausforderung darstellt. Im Zuge dieser Veränderungen wird geprüft, ob die Busse wieder über Berge, Rosenstraße und Brodbänken verkehren können, um den Zugang zur Innenstadt zu verbessern.

Um den Kundenkomfort zu erhöhen, wird ein Shuttle-Bus über den Inneren Ring vorgeschlagen. Dies könnte eine willkommene Ergänzung für die städtische Anbindung darstellen, auch wenn diese Maßnahme derzeit nicht im Linienkonzept der Moin vorgesehen ist.

Die bevorstehenden Beratungen im Mobilitätsausschuss am 13. November werden sich auch mit dem Rufbus-System und dem geplanten Ausbau des On-Demand-Systems befassen. Einige Fahrten der Rufbuslinie sollen in den regulären Linienverkehr integriert werden, was die Abdeckung verbessern könnte. Zudem sind die Betriebszeiten des zukünftigen On-Demand-Systems so geplant, dass sie sich an den Zeiten des Linienverkehrs orientieren.

Positive Entwicklungen im Nahverkehr

Trotz der Ungewissheiten gibt es auch positive Nachrichten für die Fahrgäste. So wird die Linie 5008 künftig montags bis freitags im 20-Minuten-Takt fahren, was eine Steigerung um beachtliche 50% darstellt. Auch die Anbindung am Abend und am Wochenende wird ausgebaut, mit Anschlussmöglichkeiten an den Regionalexpress nach Hamburg. Zudem wird erstmals ein reguläres Nachtangebot am Wochenende über die neue Nachtbuslinie 5063 bereitgestellt.

  • Verbesserungen im Liniennetz:
    • Linie 5008: Montag bis Freitag im 20-Minuten-Takt
    • Abend- und Wochenendanschlüsse an Regionalexpress
    • Neue Nachtbuslinie 5063 für reguläres Wochenende
    • Durchbindung mit neuer Linie 5009 (Rettmer/Häcklingen)

Die Fahrgäste werden außerdem am Reichenbachplatz die Möglichkeit haben, zum Marktplatz oder Amtsgericht auszusteigen. Dennoch gibt es keine geplante Linienführung über Am Berge, Rosenstraße oder Brodbänken, da hier verkehrliche Unsicherheiten bestehen. Es bleibt also spannend, wie sich die Mobilitätsangebote in der Region entwickeln werden. Die kommenden Diskussionen bieten die Chance, konkretere Antworten zu erhalten und einen klaren Weg für die Zukunft aufzuzeigen.