Gestern war es endlich soweit – das Flaakebad in Moringen öffnete nach einer umfassenden Sanierung seine Pforten. Mit viel Vorfreude und einem bunten Rahmenprogramm strömten die ersten Besucher ins Bad, das nun für rund 2,3 Millionen Euro modernisiert wurde. Aufmerksame Zeitgenossen haben vielleicht schon bemerkt, dass die Sanierungskosten einem Anstieg um etwa 217.000 Euro unterlegen waren, was mal wieder zeigt, dass die Baupreise nicht zur Ruhe kommen. Diese Sorgen teilt auch Bürgermeisterin Heike Müller-Otte, die die Eröffnung zusammen mit Bauamtsleiter Claus Stumpe feierte.

Am ersten Öffnungstag wurden um die 400 Badefreunde gezählt, und etwa 60 Dauer- und Familienkarten fanden ihren neuen Besitzer. Schreitet man durch die neu gestalteten Bereiche, so kann man die Begeisterung bereits in den Gesichtern der großen und kleinen Besucher lesen. Lisa-Marie Lange etwa, die eine Familienkarte erwarb, lobte die ansprechende Gestaltung des Bades und die neuen Angebote, während Ruheständler Gerd Diedrichs mit einer Saisonkarte plant, regelmäßig für ein paar Bahnen ins Wasser zu hüpfen.

Familienfreundliche Angebote und neue Attraktionen

Ein Highlight des neu eröffneten Flaakebads ist das U-förmige Kinderbecken, das nicht nur Spaß verspricht, sondern auch durch UV-Schutz besticht. Hier planscht sogar die Bundestagsabgeordnete Karoline Otte mit ihrem 14 Monate alten Sohn. Familien kommen im Flaakebad definitiv auf ihre Kosten: Ein großzügiger Sand- und Matschbereich sowie eine Wasser-Wellenrutsche stehen ebenfalls bereit. Der Förderverein des Bades, der mit rund 200 Mitgliedern stark vertreten ist, hat sich tatkräftig für die Fortführung und die Sanierung des Bades eingesetzt.

Ein kleiner Wermutstropfen bleibt: Die Parkplatzsituation ist noch nicht optimal. Die Arbeiten dazu sollen allerdings in den nächsten zwei Wochen zum Abschluss kommen, um allen Besuchern einen reibungslosen Zugang zu ermöglichen. Für den Eröffnungstag wurde eine Wassertemperatur von angenehmen 22,5 Grad erreicht, was sicherlich zur hohen Anzahl an Besuchern beitrug.

Ein Blick auf die Sanierungslandschaft in Deutschland

Die Renovierung in Moringen ist ein Teil eines größeren Trends: Laut einer Umfrage müssen über ein Drittel der Freibäder in Deutschland in den nächsten fünf Jahren saniert werden. Das beklagen 38 Prozent der Badbetreiber, die angesichts der enormen Baukosten und der Unterstützung, die oft als unzureichend empfunden wird, um einen umfassenden Sanierungsbedarf nicht umhin kommen. Hier zeigt sich, dass auch Bundesmittel zur Modernisierung von Sportstätten nötig sind, um die Badekultur landauf, landab zu bewahren.

Die Zukunft von Bädern steht auf der Kippe, wenn nicht bald ein Umdenken bezüglich der Fördertöpfe und Unterstützungen geschieht. Die Notwendigkeit, Förderprogramme nicht nur zu schaffen, sondern sie auch dauerhaft zu erhöhen, wird von so manchem Verbandschef betont, der auf die Rolle von Bädern in der kommunalen Daseinsvorsorge hinweist.

In Moringen hat man jedoch mit einer soliden Planung und tatkräftiger Unterstützung den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Das Flaakebad hat mit seinem neuen Look und familienfreundlichen Angeboten einen wichtigen Grundstein gelegt, um der Bevölkerung weiterhin eine attraktive Freizeitgestaltung zu ermöglichen.