In Hardegsen gibt es einen ganz besonderen Ort, der zur Besinnung und zum Nachdenken einlädt. Walter Kügler hat sein eigenes Kreuzweg-Kreuz ins Leben gerufen, das die Besucher in seinem Wintergarten empfangen kann. Dieses mannshohe Kreuz ist nicht nur ein eindrucksvolles Kunstwerk, sondern erzählt auch vom Leidensweg Christi, der mit 15 Bildern der Stationen des Kreuzweges wunderbar visualisiert wird. Der leidenschaftliche Kunstschaffende wurde während einer Kreuzfahrt – die ihn unter anderem nach England führte – inspiriert, als er in einer kleinen Kirche ein Modell des Hügels Golgatha entdeckte. Diese Ausstellungsfläche mit 14 Stationen beeindruckte ihn so sehr, dass er beschloss, eine ähnliche Darstellung für seine Gemeinde zu schaffen.
„Ich wollte etwas Informativs und Transportables entwerfen“, erklärt Kügler, während er stolz auf sein Werk zeigt. Mit viel Liebe zum Detail hat er die Stationen in 3D-Optik ausgesägt und das Kreuz selbst gestaltet. Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Das Kreuz ist mit den Schriftzügen „INRI“ und „KREUZWEG“ verziert. Daneben hat Kügler auch einen holzeingefassten Ringordner mit Informationen zu den einzelnen Stationen zusammengestellt, der auf einem Notenständer seinen Platz gefunden hat.
Einladung zur Besichtigung
Das Kreuzweg-Kreuz ist nicht nur für schmückende Zwecke gedacht. Kügler bietet es auch für Religions- und Konfirmandenunterricht oder in Kirchen zur Verfügung an. „Jeder, der Interesse hat, kann das Kreuz besichtigen“, betont er. Die Öffnungszeiten sind bis Christi Himmelfahrt. Wer also in der Nähe ist oder an einer tiefgründigen Betrachtung interessiert ist, kann das Kreuz in der Steklersbeeke 14 in Hardegsen besuchen. Für weitere Informationen steht die Telefonnummer 0 55 05/50 96 50 bereit.
Der Kreuzweg im christlichen Glauben
Der Kreuzweg selbst stellt eine wichtige Tradition im Christentum dar. Mit seinen 14 Stationen, die von der Verurteilung Jesu bis zu seiner Kreuzigung reichen, bietet er eine eindrucksvolle Darstellung des Passionsweges Jesu. Einige Gemeinden fügen sogar eine 15. Station hinzu, die die Auferstehung oder die Kreuzauffindung symbolisiert. Der Ursprung des Kreuzweges reicht zurück zu den ersten Christen, die die Stationsorte in Jerusalem besuchten. Die „Via Dolorosa“ – der Weg, den Jesus während seiner letzten Stunden ging – ist nach wie vor ein zentrales Element dieser Andacht. Vivat berichtet, dass…
Viele Kirchen haben unterschiedlich gestaltete Darstellungen der Kreuzwegstationen, oft in Form von Wandbildern. Traditionell finden Kreuzwegandachten während der Fastenzeit und am Karfreitag statt. Ein Blick in die Geschichte zeigt, dass der älteste Kreuzweg in Deutschland der Lübecker Kreuzweg aus dem 15. Jahrhundert ist, während andere bemerkenswerte Wege, wie der „Weg der Hoffnung“ an der Gedenkstätte Point Alpha, monumentale Skulpturen aufweisen.
Die Einladung von Walter Kügler ist eine hervorragende Gelegenheit, sich mit einem wichtigen Teil des christlichen Glaubens auseinanderzusetzen und sich auf die eigenen Werte zu besinnen. HNA berichtet, dass…