Die beliebte Bahnverbindung zwischen Emden und Norddeich Mole ist seit Montag, dem 30. September 2025, für zwei Wochen nicht mehr befahrbar. Grund dafür sind notwendige Bauarbeiten an den Gleisen, die den gesamten Zugverkehr in diesem Abschnitt zum Erliegen bringen. Laut NDR wird die Sperrung voraussichtlich bis zum 13. Oktober 2025 andauern und betrifft vor allem die Intercity-Züge und Regionalexpresszüge (RE).
Betroffene Reisende dürfen sich auf einige Änderungen im Fahrplan einstellen. So endet die Linie RE1, die von Hannover nach Norddeich Mole fährt, in Emden. Die Haltestellen Norddeich Mole, Norddeich, Norden und Marienhafe werden in dieser Zeit nicht bedient. Für die Dauer der Bauarbeiten vom 3. bis 5. Oktober fallen zudem sämtliche Züge zwischen Norddeich und Bad Zwischenahn aus. Zudem sind die Bahnhöfe in Leer, Augustfehn, Westerstede-Ocholt und Bad Zwischenahn betroffen, sodass die Verbindung zwischen Oldenburg und Leer ebenfalls gestört ist. Diese Ausfälle sind bereits für das Wochenende 4. und 5. Oktober angekündigt.
Alternativen für Reisende
<pWährend die Züge ausfallen, kümmert sich die Bahn um Ersatzverkehr mit Bussen. Reisende sollten sich jedoch auf deutlich längere Fahrzeiten einstellen, da sich die Busse in der Regel langsamer bewegen als die Züge. „Es könnte zu mindestens einer Stunde zusätzlicher Warte- und Reisezeit kommen“, heißt es in den Meldungen, wobei Fahrräder in den Ersatzbussen nicht mitgenommen werden dürfen. Interessierte Reisende werden zudem aufgefordert, sich vor Reiseantritt über alternative Verbindungen zu informieren. Die konkreten Fahrzeiten der Ersatzbusse sind noch nicht bekannt.
Die niedersächsische Landesregierung zeigt sich über die Verkehrseinschränkungen empört und übt Kritik an der Planung der Bauarbeiten. „Eine solche Unannehmlichkeit für die Reisenden ist nicht hinnehmbar“, erklärt ein Sprecher der Regierung, wie ostfriesischer-kurier.de berichtet.
Wirkungen auf den ÖPNV
<pDiese Bauarbeiten sind nur ein kleiner Teil in einem größeren Kontext. Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) in Deutschland spielt in der aktuellen Zeit eine bedeutende Rolle. Laut dem VDV sind die Fahrgastzahlen seit 2022 wieder gestiegen. Täglich werden etwa 26 Millionen Fahrgäste befördert, was bedeutet, dass der ÖPNV eine wichtige Alternative zum Individualverkehr darstellt und somit auch zur Verringerung von Verkehr und Emissionen beiträgt.
<p„Gerade in Zeiten von Klimawandel und steigenden Preisen ist es wichtig, dass der ÖPNV weiterhin gut funktioniert und schnell auf solche Veränderungen reagieren kann“, betont ein Sprecher des VDV. Ankündigungen über weitere Bauarbeiten und Sperrungen in dem Bereich sind bereits für den November geplant, sodass Reisende besonders gut auf ihre Routen achten sollten.
<pIn der Zwischenzeit bleibt die Reederei Norden-Frisia, die Fährverbindungen zu den Inseln Juist und Norderney anbietet, von den Bauarbeiten unberührt und wird weiterhin ihren Fahrplan einhalten, was für die Reisenden zur Nordseeküste eine positive Nachricht darstellt.
<pAbschließend bleibt zu sagen, dass die aktuelle Entwicklung nicht nur mit Unannehmlichkeiten für die Reisenden verbunden ist, sondern auch zeigt, wie wichtig ein gut funktionierender Schienenverkehr für die Zukunft der Mobilität ist. Die Benutzerfreundlichkeit muss auch während solcher Bauarbeiten gewährleistet bleiben.