Die Immobilienmärkte im Landkreis Oldenburg zeigen eine dynamische Entwicklung, die für viele Interessierte von großem Interesse sein dürfte. Die Verkaufszahlen für Immobilien stiegen im Jahr 2025 auf beeindruckende 1.470 Kaufverträge, mit einem besonderen Fokus auf Gebrauchtimmobilien. Dies ist ein bemerkenswerter Anstieg im Vergleich zu den 1.266 Kaufverträgen im historischen Tiefstand des Jahres 2023. Die Preise für Ein- und Zweifamilienhäuser sowie Eigentumswohnungen übertreffen die Landesdurchschnittswerte und verdeutlichen die anhaltende Nachfrage in der Region. Besonders hervorzuheben ist Dötlingen, wo die Anzahl der Bauplätze anstieg und die mittlere Grundstücksgröße von 690 auf 800 Quadratmeter wuchs. Die Grundstückspreise blieben mit 155 Euro pro Quadratmeter stabil, während die Preise für neue Objekte auf 3.800 Euro pro Quadratmeter stiegen, was deutlich über dem Landesdurchschnitt von 2.139 Euro liegt. Diese Informationen stammen aus einem Artikel im Weser-Kurier.
Im Jahr 2024 setzte eine Erholung der Verkäufe ein, die sich in einem Plus von 5% bei den Kaufverträgen niederschlug. Die Umsätze stiegen um 15% auf 420 Millionen Euro, was das Interesse an Immobilien und Grundstücken unterstreicht. Während 2024 die Zahl der Kaufverträge für Ein- und Zweifamilienhäuser auf 518 stieg, war die Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien ebenfalls bemerkenswert, mit einem Anstieg der Kaufverträge von 518 (2024) auf 587 (2025). Die Preise für Doppelhaushälften und Reihenhäuser stiegen um 4% auf 275.000 Euro, während der Durchschnittspreis für Wohnhäuser auf 325.000 Euro anstieg. Verkaufszahlen für Eigentumswohnungen nahmen ebenfalls zu, mit 274 Verkäufen im Jahr 2025, was 26 mehr als im Vorjahr bedeutet.
Marktentwicklung und Grundstückspreise
Die Situation auf dem Grundstücksmarkt zeigt ebenfalls interessante Trends. Dötlingen war führend in der Zahl der Bauplatzkäufe mit 23 Verkäufen, gefolgt von Hatten (12) und Ganderkesee, Samtgemeinde Harpstedt und Wardenburg, die jeweils 11 Bauplätze verkauften. Die geringste Aktivität wurde in Großenkneten (4) und Hude (5) beobachtet. Der Quadratmeterpreis in Wardenburg erreichte mit 265 Euro den höchsten Wert, während die Preisanstiege in Wildeshausen von 187 auf 254 Euro und in Hude von 156 auf 238 Euro bemerkenswert sind.
Im Jahr 2024 wurde eine Stabilität der Preise auf dem Grundstücks- und Immobilienmarkt festgestellt, trotz der gestiegenen Verkaufszahlen. Laut einem Artikel der Kreiszeitung blieben die Preise für bebaute Grundstücke konstant, während die Nachfrage nach Immobilien wieder anzieht. Diese Stabilität zeigt sich auch in den mittleren Baulandpreisen, die in den Gemeinden des Landkreises Oldenburg variieren. So liegt der Preis in Ganderkesee bei 210 Euro/m², während Wildeshausen mit 187 Euro/m² und Wardenburg mit 184 Euro/m² folgen.
Einordnung in den niedersächsischen Immobilienmarkt
Die Entwicklungen im Landkreis Oldenburg spiegeln sich auch in den allgemeinen Trends des niedersächsischen Immobilienmarktes wider. Laut dem niedersächsischen Landesgrundstücksmarktbericht 2025 wurden im Jahr 2024 in Niedersachsen rund 83.000 Immobilienkäufe registriert, was eine Steigerung von fast 9% im Vergleich zum Vorjahr darstellt. Dennoch bleibt es der zweitniedrigste Wert in 35 Jahren. Die anhaltend hohen Finanzierungszinsen und Baukosten belasten den Markt, während die Zahl der verkauften Bauplätze einen historischen Tiefstand erreicht hat.
Die positive Entwicklung im Landkreis Oldenburg, insbesondere der Anstieg der Verkaufszahlen für Immobilien und Grundstücke, lässt darauf schließen, dass trotz der Herausforderungen auf dem Markt, ein gewisses Vertrauen in die Immobilienbranche besteht. Die kontinuierliche Nachfrage nach Gebrauchtimmobilien und der Anstieg der Preise reflektieren die anhaltende Attraktivität dieser Region für Käufer und Investoren.