Nach einem durchwachsenen Spiel ist es den EWE Baskets Oldenburg nicht gelungen, den dringend benötigten zweiten Saisonsieg einzufahren. Am Freitagabend, dem 5. Dezember 2025, verloren sie in der tectake ARENA gegen die Fitness First Würzburg Baskets mit 71:82. Dabei hatten die Oldenburger zunächst gut in das Spiel gestartet und führten zur Halbzeit mit 44:39. Doch eine katastrophale Leistung im dritten Viertel, in dem sie nur sieben Punkte erzielten, brachte die Wende. Würzburg hingegen punktete 22 Mal in diesem Abschnitt und setzte sich mit bis zu zehn Punkten ab.
Mit der Niederlage muss Oldenburg bereits die achte Pleite in dieser Bundesligasaison hinnehmen. Zu den größten Herausforderungen zählen die Verletzungen innerhalb der Mannschaft sowie eine schwache Rebound- und Drei-Punkte-Quote. Individuelle Fehler haben das Team ebenfalls schwächer gemacht. Zudem kämpfte der Verein um die Konstanz über die gesamte Spielzeit hinweg, was sich erneut negativ auf das Ergebnis auswirkte. Besonders im Schlussabschnitt lagen sie zeitweise mit 15 Punkten zurück.
Würzburgs Auf und Ab
Die Würzburg Baskets, die mit sechs Pflichtspielsiegen in ihre Saison gestartet waren, hatten zuvor zwei Niederlagen in Folge hinnehmen müssen. Ihr Auftritt gegen Oldenburg war für das Team um Trainer Sasa Filipovski, der seit 2021 im Amt ist und für erfolgreiche Playoff-Teilnahmen sorgte, jedoch eine positive Wende. Trotz personeller Sorgen, darunter die Verletzung von Alen Pjanic, war das Team gut aufgestellt, zumal die Rückkehr von Brae Ivey und Davion Mintz zusätzlichen Schwung brachte.
Die aktuellen Top-Scorer der Würzburger, Marcus Carr mit 19,9 Punkten und Davion Mintz mit 14,7 Punkten pro Spiel, sorgten entscheidend für den Erfolg. Weiterhin überzeugten Charles Thompson und Eddy Edigin mit ihren soliden Leistungen unter dem Korb. So konnte das Team trotz schwieriger Phasen zuletzt wieder punkten.
Neue Verstärkung
Für die EWE Baskets traf die Verpflichtung von Tomislav Zubcic, der am Freitag sein Debüt gab, auf großes Interesse. Seine Leistung könnte frischen Wind in die Mannschaft bringen, die auch weiterhin auf Kyle Lofton verzichten muss. Ein Blick auf die Verfassung der Spieler zeigt, dass die Trainingsplanung und die Vermeidung von Verletzungen weiterhin von zentraler Bedeutung sind. Basketball hat die höchste Verletzungsrate im deutschen Ballsport, was den Fokus auf effektives Training und Erholung noch dringlicher macht. In diesem Kontext hat die VBG mit dem Deutschen Basketball Bund ein modulares Warm-up-Programm entwickelt, das darauf abzielt, Verletzungen vorzubeugen und die Fitness der Spieler zu optimieren.
Für die EWE Baskets bleibt also viel zu tun, um das aktuelle Tabellenbild vor den kommenden Spielen zu verbessern. Mit der richtigen Einstellung und möglicherweise neuen Impulsen durch Zubcic könnte der nächste Auftritt gegen die kommenden Gegner eine Wendung bringen.