Am vergangenen Wochenende, genauer gesagt am 10. November 2025, erlebt die NFL ein eindrucksvolles Spektakel, als der Detroit Lions-Receiver Amon-Ra St. Brown seinen achten Touchdown der Saison erzielt. Dabei macht er einen besonderen Gruß an den US-Präsidenten Donald Trump, der das Spiel zwischen den Lions und den Washington Commanders belebt. St. Brown vollbringt einen 9-Yard-Touchdown und lässt den Zuschauern im Stadion – und besonders Trump, der kurz nach dem Touchdown angekommen war – ein Tanz-Highlight nicht entgehen, das an Trumps eigene, markante Bewegungen bei Wahlkampfveranstaltungen erinnert. Der Präsident wird während des Spiels im dritten Viertel mit den FOX-Kommentatoren Kenny Albert und Jonathan Vilma interviewt, was die Aufmerksamkeit auf das Geschehen noch erhöht.

Doch Trump hat nicht nur an diesem Tag einen Grund zur Freude. Der Präsident plant auch die Benennung eines neuen Mega-Stadions der Washington Commanders nach sich selbst. Geplant ist ein beeindruckendes Bauwerk mit rund 65.000 Plätzen auf dem Gelände des ehemaligen RFK-Stadions. Die Baukosten werden auf etwa $3,7 Milliarden geschätzt. Ein hochrangiger Mitarbeiter des Weißen Hauses bestätigte, dass es geheime Gespräche mit einem Mitglied der Commanders-Eigentümergruppe, angeführt von Josh Harris, gegeben hat. Präsident Trump äußerte bereits den Wunsch, dass das Stadion den Namen „Donald Trump Stadium“ tragen soll, was von der Sprecherin des Weißen Hauses als „schöner Name“ bezeichnet wurde.

Ein Stadion für die Zukunft

Das neue Stadion wird nicht nur das Zuhause der Commanders, sondern auch ein bedeutendes Projekt für die Stadt Washington. Neben der Sportstätte soll das Umfeld neugestaltet werden, was Geschäfte, Wohnungen und Grünflächen umfasst. Die Commanders nutzen seit 1996 das Northwest Stadium in Maryland, nachdem das alte RFK-Stadion am Anacostia-Fluss nicht mehr nutzbar ist. Dieses Swap macht mehr als deutlich, dass die Franchise einen Neuanfang wagte, nachdem sie 2020 von ihrem alten Namen Redskins Abschied nehmen mussten. Trump fordert die Rückkehr zu diesem Namen, was auf gemischte Reaktionen trifft.

Bevor die Commanders im neuen Stadion spielen können, ist jedoch viel Vorarbeit nötig. Trump kann sich nicht nur auf seine politischen Ambitionen konzentrieren, sondern muss auch sicherstellen, dass der Name „Redskins“ wieder eingeführt wird. Andernfalls drohte er, das Neubauprojekt zu bremsen. Dieser Druck steht im Kontext der Diskussionen um die Rückbenennung und den Erhalt des Erbes der indigenen Völker, ein Thema, das seit dem Tod von George Floyd im Jahr 2020 stark an Bedeutung gewonnen hat. Bürgerrechtsgruppen haben vehement gegen die Rückkehr zum alten Namen protestiert.

Die Sicherheitsvorkehrungen bei Trumps Besuchen sind enorm, und auch diese Veranstaltung bleibt davon nicht unberührt. Als der Präsident kurz vor dem Spiel mit der Air Force One anreist, ist die Stadt in einer angespannten Erwartung. Während die Lions zur Halbzeit bereits mit 25:10 gegen die Commanders führen, ist klar, dass nicht nur die sportlichen Leistungen im Mittelpunkt stehen, sondern auch die politischen Ambitionen des Präsidenten. Die Verbindung zwischen Sport und Politik wird damit einmal mehr sichtbar und sorgt für hitzige Diskussionen in der Öffentlichkeit.

Insgesamt zeigt diese NFL-Begegnung, wie eng Sport und Politik miteinander verwoben sind. Amon-Ra St. Brown hat mit seinem Touchdown nicht nur einen sportlichen Erfolg verbucht, sondern auch das Rampenlicht auf einen Präsidenten gelenkt, dessen Einfluss bis in die Welt des American Football reicht. Mit dem neuen Stadionbau und der Diskussion um die Namensgebung steht Washington vor einer spannenden Zeit.

Für weiterführende Informationen zu den Details des Spiels und den politischen Ambitionen Trumps, empfehlen wir die Artikel von NWZonline, Yardbarker und n-tv.