Was tut sich am Fliegerhorst in Oldenburg? Ein redaktioneller Fehler hat den Bebauungsplan für die Fliegerhorst-Straße ordentlich durcheinandergebracht. Die Stadtverwaltung sieht sich gezwungen, die Bekanntmachung neu auszuloten, was die weiteren Planungen signifikant verzögert. Laut NWZ Online muss die Öffentlichkeit bis zum 22. Dezember erneut einbezogen werden.

Aber was genau hat zu dieser Verzögerung geführt? Im Kern ist es ein Missverständnis über die Einreichung von Stellungnahmen. Zuvor hieß es, dass diese nur elektronisch übermittelt werden dürfen. Diese Angabe wurde jetzt korrigiert. Dennoch bleibt es bestehen, dass alle Stellungnahmen, die zwischen dem 30. April und dem 10. Juni 2025 eingereicht werden, nun so behandelt werden, als wären sie in der gegenwärtigen Frist eingegangen.

Neuer Fahrplan für den Bebauungsplan

Ursprünglich war ein Satzungsbeschluss für den 15. Dezember im Verwaltungsausschuss und Rat der Stadt geplant. Doch mit dem verpatzten redaktionellen Teil steht dieser Termin nun auf der Kippe. Der Grund für die Wiederauslegung ist die Rechtssicherheit, die in solch einem Verfahren unabdingbar ist. Nach der Korrektur der Fehler wird das Bebauungsplanverfahren erneut öffentlich ausgelegt.

In diesem Zusammenhang wird die Stadtverwaltung auch formale Mängel beheben und aktuelle Gutachten in den Blick nehmen. Es muss schließlich dafür gesorgt werden, dass alle Informationen auf dem neuesten Stand sind. Im Anschluss erfolgt die Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen sowie der abschließende Satzungsbeschluss im Stadtrat. Auch politische Änderungsanträge sowie neue Untersuchungen können noch in den Prozess integriert werden.

Herausforderungen der Planung

Für das Projekt, das auf dem Gelände einer ehemaligen Kaserne umgesetzt wird, ist ein gutes Händchen gefragt. Die, wie viele sicher schon gehört haben, besonderen ökologischen Gegebenheiten stellen die Planer vor Herausforderungen. In einigen Bereichen hat bereits eine Sukzession eingesetzt, und es warten hochwertige sowie schützenswerte Strukturen darauf, behandelt zu werden. Es wird darauf ankommen, einen Konsens aus der Erhaltung der Bestände einerseits und der Planung von Wohn- und Mischgebieten andererseits zu finden, wie auf PGG beschrieben.

Das Stadtplanungsbüro MACHLEIDT aus Berlin spielt hier eine zentrale Rolle, indem es städtebauliche Themen bearbeitet und regelmäßig Abstimmungen über verschiedene Disziplinen hinweg durchführt. Zudem übernimmt die Stadt Oldenburg selbst wichtige umweltfachliche Aspekte, die in den Planungsprozessen eingebaut werden.

Wie geht es nun weiter? Der endgültige Satzungsbeschluss wird nach den aktuellen Verfahrensplänen voraussichtlich im Jahr 2025 gefasst. Die Vorfreude auf einen gelungenen Bebauungsplan, der den Ansprüchen der Bürger:innen und der Umwelt Rechnung trägt, bleibt also bestehen. Zudem können alle Interessierten auf der Website von Pesch & Partner weitere Informationen zum STEP 2025 in Oldenburg nachlesen.