In Osnabrück tut sich etwas für die Stadttauben. Die Initiative „Taubenliebe“, die seit 2023 aktiv ist, hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Leid dieser Vögel zu lindern und gleichzeitig die Zahl der Stadttauben in der Innenstadt zu reduzieren. Rund 250 dieser gefiederten Stadtbewohner, Nachfahren von Haustauben, ziehen täglich durch die Straßen und sind völlig auf menschliche Hilfe angewiesen. Die Tierschützer ersetzen sogenannte Taubeneier durch Attrappen, um die Fortpflanzung der Tiere zu steuern, berichtet NDR.

Die Teams der Initiative suchen einmal pro Woche in der Osnabrücker Innenstadt nach verletzten oder in Not geratenen Tauben. Dies geschieht nicht ohne Grund, denn viele der Stadttauben leben von Abfällen, was zu gesundheitlichen Problemen führt. „Wir wollen sowohl den Tieren helfen als auch die Kotverschmutzung in der Stadt verringern“, so ein Mitglied der Initiative.

Betreute Taubenschläge als Lösung

Ein weiterer Schritt zur Lösung des Taubenproblems sind die geplanten betreuten Taubenschläge. Diese sollen nicht nur für eine artgerechte Haltung sorgen, sondern auch die Kontrolle der Tierpopulation erleichtern. Der Veterinärdienst unterstützt diese Idee, verlangt jedoch eine umfassende Betreuung der Tiere. Auch lokale Gastronomen zeigen sich interessiert an einer Lösung, die sowohl den Tieren hilft als auch den Stadtraum entlastet.

Aktuell ist die Initiative auf private Spenden angewiesen. Rund 20 Tierschützer bringen verletzte Tiere zu Tierärzten und klären die Öffentlichkeit über die Probleme der Stadttauben auf. Rahel Logemann, eine der engagierten Tierschützerinnen, hat sogar eine Genehmigung des Veterinäramtes, um verletzte Tauben zu Hause zu pflegen.

Forschung zu Stadttauben und ihrem Verhalten

Die Forschung zu Stadttauben hat in den letzten Jahren ebenfalls an Bedeutung gewonnen. Studien, wie die von Giunchi et al. (2020), befassen sich unter anderem mit den Populationen verwilderter Tauben und deren Verbindungen zu lokalen Haustaubenrassen. Das zeigt, dass die Thematik um die Stadttauben nicht nur lokal von Interesse ist, sondern auch viele wissenschaftliche Ansätze beinhaltet. Diese Aspekte werden von verschiedenen Institutionen und Tierschutzvereinigungen, etwa dem Deutschen Tierschutzbund, in Videos und Publikationen thematisiert.

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Die Ziele der Initiative „Taubenliebe“ und der Gegner einer weiteren Zunahme der Taubenpopulation sind klar: Langfristig sollen weniger Stadttauben in Osnabrück leben, ohne dass es den Tieren dabei an Lebensqualität fehlt. Denn bei allem Engagement für die Stadtbewohner haben die Tierschützer auch ein Herz für das Wohl der Tiere.