Im Landkreis Osterholz gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Medizin. Das Osterholzer Kreiskrankenhaus plant den Neubau eines zentralen Operationssaals (OP), der dringend notwendig ist, da die aktuellen OP-Räume bereits seit 1978 in Betrieb sind. Der Projektantrag für diesen Neubau befindet sich zurzeit in der baufachlichen Prüfung durch das Land Niedersachsen. Der Antrag wurde im Sommer 2025 auf die Prioritätenliste in Hannover gesetzt, was die Bedeutung dieses Vorhabens unterstreicht. Klinikchefin Doris Sonström und Gesundheitsminister Andreas Philippi heben hervor, wie wichtig die Prüfprozesse sind. Philippi betont zudem den sorgsamen Umgang mit Steuergeldern und verweist auf vergangene Investitionen in die Gesundheitseinrichtungen.
Der neue OP-Saal soll auf einer Fläche des Klinikgeländes entstehen, wo künftig auch Platz für neue Pflegebetten geschaffen wird. Die bisherigen OP-Räume befinden sich im Obergeschoss des Funktionsgebäudes, deren Zustand nicht mehr den modernen Anforderungen entspricht. Landrat Bernd Lütjen äußert die Hoffnung, dass eine Förderzusage noch vor dem Ende seiner Amtszeit im Oktober erfolgt. Es ist jedoch zu beachten, dass Prüfprozesse in der Regel mehrere Jahre in Anspruch nehmen, wie Philippi anmerkt.
Erweiterung und Umbau des Kreiskrankenhauses
Zusätzlich zum Neubau des Operationssaals wird am Kreiskrankenhaus auch eine Erweiterung sowie ein Umbau geplant. Dieses Projekt umfasst unter anderem den Neubau einer modernen Intensivstation mit 10 Betten und einer Aufwacheinheit mit 6 Überwachungsplätzen, was zusammen eine Gesamtfläche von etwa 930 Quadratmetern einnehmen wird. Die geschätzten Investitionskosten für diesen Teil des Projekts belaufen sich auf 2,9 Millionen Euro. Des Weiteren ist die Ergänzung einer Pflegestation durch einen Zwischenbau geplant, der Stationen miteinander verbindet und Platz für 42 Betten schaffen soll. Hierfür sind Investitionskosten von rund 4,6 Millionen Euro vorgesehen.
Das Kreiskrankenhaus, das seit 1957 besteht und vom Landkreis Osterholz getragen wird, ist eine zentrale Einrichtung für die Grund- und Regelversorgung der Bevölkerung in der Region sowie den angrenzenden Landkreisen Cuxhaven, Rotenburg/Wümme und Bremen. Jährlich werden dort über 7.000 stationäre Patienten und mehr als 45.000 ambulante Behandlungen durchgeführt, einschließlich über 480 Geburten. In Anbetracht dieser Zahlen wird die Notwendigkeit der Investitionen besonders deutlich, da die Intensivstation nicht mehr den hygienischen Mindeststandards entspricht.
Förderung durch das Land Niedersachsen
Niedersachsen investiert aktuell 316 Millionen Euro in 30 Baumaßnahmen in Krankenhäusern, um die Gesundheitsversorgung zu modernisieren und zu verbessern. Die Landesregierung hat die Investitionsmittel zuletzt erhöht, um den steigenden Baupreisen und den Anforderungen an moderne Gesundheitsversorgung Rechnung zu tragen. In diesem Rahmen fließen auch Gelder in das Kreiskrankenhaus Osterholz. Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi betont, dass diese Investitionen einen wertvollen Beitrag zu einem modernen stationären Angebot leisten.
Darüber hinaus engagiert sich das Kreiskrankenhaus mit der Alzheimer-Gesellschaft Lilienthal in einem Projekt zur Begleitung von Menschen mit Demenz. Ein neues Pflegeheim, das im Rahmen dieser Initiativen entsteht, wird über 40 Kurzzeitpflegeplätze und 20 Plätze für demenziell Erkrankte verfügen. Klinikchefin Doris Sonström hebt hervor, dass die demenzsensible Versorgung eine Bereicherung der Angebotslandschaft darstellt und den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht wird.
Für weitere Informationen zu den Plänen des Kreiskrankenhauses und den damit verbundenen Investitionen können Sie die ausführlichen Berichte unter Weser-Kurier und Drost Consult nachlesen, sowie die aktuellen Entwicklungen im Niedersächsischen Ministerium für Gesundheit verfolgen.




