Im Landkreis Osterholz tut sich was! Das Diakonische Werk im Kirchenkreis Osterholz-Scharmbeck plant die Einrichtung einer Gewaltschutzberatungsstelle speziell für Kinder und Jugendliche. Diese wichtige Initiative richtet sich an die Kleinsten in der Gesellschaft, die oft besonders verletzlich sind, vor allem im Hinblick auf sexualisierte Gewalt. Aus einem Bericht des Weser-Kurier geht hervor, dass die Beratungsstelle mit zwei qualifizierten Mitarbeiterinnen besetzt wird und nach ihrem vollständigen Start an fünf Tagen pro Woche erreichbar sein soll.
Die Notwendigkeit eines solchen Angebots wurde besonders deutlich, nachdem der SOS-Kinderdorfverein Worpswede im Juni 2022 seine Türen geschlossen hat. Seither sind Kinder, Jugendliche, deren Angehörige und Fachkräfte im Landkreis auf externe Hilfe angewiesen, was oft zu langen Wartezeiten führen kann. „Hier liegt ein echtes Bedürfnis vor“, so ein Verantwortlicher.
Wohin können sich Betroffene wenden?
Die neue Gewaltschutzberatungsstelle wird Unterstützung für all jene anbieten, die Gewalt im sozialen Nahraum erleben. Dabei geht es nicht nur um körperliche Übergriffe, sondern auch um psychische, sexuelle und finanzielle Gewalt, die in persönlichen Beziehungen vorkommen kann. Wie das Portal des Landkreises Osterholz beschreibt, sind solche Probleme allgegenwärtig und unabhängig von Geschlecht, Alter oder sozialem Status.
Die Beratung wird sich nicht nur auf die akute Unterstützung konzentrieren, sondern auch helfen, eigene Lebensperspektiven zu entwickeln. Zudem soll es eine umfassende Beratung zu rechtlichen Möglichkeiten geben, die im Rahmen des Gewaltschutzgesetzes geregelt sind. Dazu gehören etwa Schutzanordnungen und die Möglichkeit einer sicheren Unterbringung, wenn die Situation es erfordert.
Vielversprechende Zukunftsperspektiven
Die Rolle der Mitarbeiterinnen ist entscheidend: Eine Kunsttherapeutin, die am 1. März 2023 ihre Arbeit begann, wird durch eine weitere Kollegin ergänzt, die am 1. Mai 2023 in das Team einsteigt. Gerüchten zufolge könnte auch Johanna Glahn vom Jugendamt die neue Einrichtung verstärken, was ein echter Gewinn für die Beratungsstelle wäre.
Der finanzielle Rahmen ist ebenfalls gesichert: Der Landkreis Osterholz stellt jährlich 60.000 Euro für Personal- und Sachkosten zur Verfügung, ergänzt durch weitere 44.000 Euro vom Land Niedersachsen. Der Zuschlag für die Beratungsstelle gilt zunächst für ein Jahr, mit der Option auf eine vierjährige Verlängerung. Dies ermöglicht eine langfristige Planung und den Aufbau sinnvoller Kooperationen.
Ein Pressetermin im Mai 2023 wird bei der Bekanntgabe des Eröffnungstermins auch die genauen Kontaktdaten und Öffnungszeiten der Beratungsstelle liefern. Damit wird ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Hilfeangebote für betroffene Kinder und Jugendliche im Landkreis Osterholz gegangen.
Besonders wertvoll ist, dass Beratungen vertraulich und kostenfrei angeboten werden. Wer Unterstützung benötigt, kann sich bereits jetzt vertrauensvoll an die neue Einrichtung wenden und einen Termin vereinbaren. Das Angebot wird zudem mehrsprachig gestaltet sein, um möglichst vielen Betroffenen und ihren Angehörigen zu helfen.