Solarpark bei Osterholz: Streit um Flächen und Lärmschutz entfacht

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Baupläne für einen umstrittenen Solarpark bei Osterholz-Scharmbeck genehmigt; Bürger äußern Bedenken zu Lärmbelästigung und Landschaft.

Baupläne für einen umstrittenen Solarpark bei Osterholz-Scharmbeck genehmigt; Bürger äußern Bedenken zu Lärmbelästigung und Landschaft.
Baupläne für einen umstrittenen Solarpark bei Osterholz-Scharmbeck genehmigt; Bürger äußern Bedenken zu Lärmbelästigung und Landschaft.

Solarpark bei Osterholz: Streit um Flächen und Lärmschutz entfacht

Die Pläne für einen Solarpark in der Umgebung von Osterholz-Scharmbeck sorgen für ein reges Gespräch unter den Anwohnern, wie der Weser-Kurier berichtet. Der Investor Kronos Solar aus München hat seine Bauanträge für die Umsetzung des Projekts eingereicht, das sich über die Flächen nördlich und südlich der Straße Vor der Elm sowie östlich und westlich der Elm/Westerbecker Straße erstreckt.

Ursprünglich war eine Fläche von 61 Hektar vorgesehen, die jedoch aufgrund der Bedenken von Anwohnern, insbesondere aus der nahen Siedlung Heilshorn, sowie von landwirtschaftlichen Belangen verkleinert wurde. Constantin von der Decken, Projektentwickler bei Kronos, beschreibt die Gespräche mit den Bürgern und Ortsvorsteher Holger Heier als konstruktiv. Dennoch gibt es nach wie vor Sorgen bezüglich der Nähe der Solaranlage und möglicher Lärmbelästigungen sowie der Eingriffe ins Landschaftsbild.

Politische Diskurse und finanzielle Perspektiven

Die politische Diskussion zur Standortwahl ist in vollem Gange. Werner Schauer von der SPD regt an, vorversiegelte Flächen zu nutzen, während andere wie Anja Heuser von den Grünen auf den dringenden Bedarf an erneuerbarer Energie hinweisen. Gemäß dem niedersächsischen Klimagesetz soll bis 2033 mindestens 0,47% der Landesfläche für Solarstrom ausgewiesen werden. Bei der geplanten Fläche von 39,4 Hektar wird eine Stromproduktion von etwa 50 Millionen Kilowattstunden pro Jahr erwartet, was der Stadt rund 100.000 Euro jährlich einbringen könnte – insgesamt also etwa drei Millionen Euro über drei Jahrzehnte.

Positiv bewertet wird von mehreren Beteiligten die Möglichkeit zur Weidehaltung von Schafen auf dem Areal. Die Solarmodule sollen zwischen 80 cm und 2,70 m hoch montiert werden, mit einem Abstand von mindestens 2,50 m zwischen den Reihen. Herbert Behrens von der Linken fordert jedoch eine stärkere Berücksichtigung der Bedenken bezüglich Lärmbelästigungen. Marie Jordan von der CDU bleibt skeptisch zur Flächenauswahl und hofft auf alternative Flächenoptionen.

Ausblick auf die nächsten Schritte

Der Antrag zur Aufstellung einer Bauleitplanung wurde bereits beschlossen, und eine Bürgerinformationsveranstaltung ist unumgänglich. Der nächste Schritt umfasst die Erstellung eines Vorentwurfs sowie den Entwurf für den Bau der Anlage, wobei ein Baubeginn innerhalb der nächsten zwei bis drei Jahre angestrebt wird. Das Verfahren bleibt offen, und die Bürger haben weiterhin die Möglichkeit, ihre Bedenken und Anregungen einzubringen.

Mit über 100 erfolgreich umgesetzten Solarparks in Europa zeigt Kronos Solar Erfahrungen und Engagement im Bereich erneuerbare Energien, wie auch die Kernideen von Unternehmen wie Solarpark USA verdeutlichen, die sich als bedeutende Akteure in der Solarindustrie etabliert haben, seit ihrer Gründung im Jahr 2009. In diesem Zusammenhang ist es wichtig zu erkennen, dass Lösungen im Bereich der erneuerbaren Energien nicht nur lokal, sondern auch global Anwendung finden.

Die Diskussion um die Solarpark-Pläne in Osterholz-Scharmbeck ist Ausdruck eines breiteren Trends hin zu nachhaltigen Energiequellen. In einer Zeit, in der der Energiebedarf steigt und die Verpflichtungen aus Klimaschutzgesetzen zunehmend beachtet werden müssen, bleibt abzuwarten, wie sich dieses Vorhaben weiterentwickeln wird.