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Im Landkreis Osterholz hat der Umbau der Feuerwehrtechnischen Zentrale (FTZ) in Pennigbüttel begonnen. Mit einem Investitionsvolumen von rund fünf Millionen Euro sollen die Arbeiten bis zum Sommer 2028 abgeschlossen werden. Der Umbau ist nicht nur notwendig, sondern wird auch als überfällig angesehen, da die letzten größeren Sanierungen und Erweiterungen bereits seit 2019 auf der Agenda standen. Die Baugenehmigung wurde im Jahr 2022 erteilt. Die FTZ dient als Schulungs- und Servicezentrum für insgesamt 51 Ortsfeuerwehren und kreiseigene Einheiten und ist damit ein unverzichtbarer Bestandteil der Sicherheitsinfrastruktur der Region.

Die Feuerwehrtechnische Zentrale wird in drei Etappen umgebaut, wobei die Vorarbeiten bereits im Dezember 2025 mit dem Abriss der alten Garagen begonnen haben. Die Erd- und Rohbauarbeiten liefen dann ab Ende Februar 2026 an. Der Umbau umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen, darunter die Errichtung einer neuen Schlauchpflegerei, Fahrzeughallen, Büro- und Sozialräume sowie die Installation einer Photovoltaikanlage, die mit rund 80.000 Euro zu Buche schlägt. Die ursprüngliche Kostenschätzung von 2,15 Millionen Euro ist auf 4,9 Millionen Euro erhöht worden, was teilweise auf unsichere Kostenschätzungen und die Ausschreibungsergebnisse zurückzuführen ist.

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Wichtige Funktionen der FTZ

Die FTZ ist eine gesetzliche Pflichtaufgabe des Landkreises und unterteilt sich in verschiedene Bereiche, wie die Kfz-Werkstatt, Schlauchpflege sowie Atemschutz- und Funkwerkstätten. Unter der Leitung des Kreisschirrmeisters werden alle Einsatzfahrzeuge und Gerätschaften der 52 Ortsfeuerwehren gewartet und instand gesetzt. Hier erfolgt auch die Reinigung und Pflege von Schläuchen und Atemschutzgeräten. Die FTZ ist somit eine zentrale Einrichtung für die Feuerwehren im Landkreis Osterholz und spielt eine entscheidende Rolle in der Ausbildung von Einsatzkräften. Feuerwehrtechnische Lehrgänge für Atemschutzgeräteträger, Maschinisten und Sprechfunker finden hier statt, während weitere Fach- und Führungslehrgänge an den Niedersächsischen Landesfeuerwehrschulen in Celle oder Loy durchgeführt werden.

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Die Bedeutung der FTZ wird auch durch die gestiegene Relevanz des Zivilschutzes, insbesondere seit dem Ukraine-Krieg, unterstrichen. Die Planungen werden angepasst, um den neuen Herausforderungen gerecht zu werden. Während der Landkreis Stade 2024 rund zwölf Millionen Euro in ein neues Katastrophenschutzzentrum investiert und die Städte und Landkreise Uelzen seit 2025 fast 22 Millionen Euro in ihre FTZ stecken, sieht sich der Landkreis Osterholz aufgrund fehlender Mittel gezwungen, größere Lösungen zu verwerfen.

Ein Blick über die Grenzen

Die Entwicklungen in Osterholz stehen im Kontext eines breiteren Trends, der sich im Bereich des Katastrophenschutzes und der Feuerwehrtechnik abspielt. Beispielsweise wurde die Landesfeuerwehrschule in Brandenburg 1991 gegründet und hat sich seitdem als wichtiger Bestandteil des Gefahrenabwehrsystems etabliert. Die Leistungsfähigkeit der Einrichtung wurde bei mehreren Großschadenslagen, wie den Waldbränden 1992/93 und 2018-2020 sowie den Hochwassern an der Oder und Elbe, unter Beweis gestellt. Solche Erfahrungen zeigen die Notwendigkeit, auch in Niedersachsen die Infrastruktur für den Katastrophenschutz zu stärken.

Insgesamt verdeutlicht der Umbau der FTZ in Pennigbüttel die anhaltende Verpflichtung des Landkreises Osterholz zur Sicherheit und Ausbildung seiner Feuerwehrkräfte. Die Investitionen in moderne Einrichtungen und Technologien sind unerlässlich, um den Herausforderungen der Zukunft gewachsen zu sein und die Einsatzbereitschaft der Feuerwehren zu gewährleisten. Weitere Informationen zu den Fortschritten und Details des Projekts finden Sie in diesem Artikel sowie auf der offiziellen Webseite des Landkreises Osterholz.