Heute ist der 12. Februar 2026 und die Formel-1-Wintertests haben in Bahrain begonnen. Die Teams nutzen diese Gelegenheit, um ihre neuen Autos für die Saison zu testen. Alpine F1 hatte jedoch einen holprigen Start ins Testgeschehen, wie es in einem Bericht von Paddock GP heißt. Am ersten Testtag kämpfte das Team mit technischen Problemen, die nicht nur die Leistung des Autos beeinträchtigten, sondern auch den geplanten Ablauf der Tests erheblich stören. Die Bedingungen auf der 5,412 Kilometer langen Strecke in Sakhir waren alles andere als einfach, mit starkem Seitenwind und Temperaturen zwischen 22 und 30 °C.
Franco Colapinto übernahm am Vormittag das Steuer und absolvierte 28 Runden, wobei seine schnellste Zeit bei 1’40’’330 lag. Diese Leistung wurde jedoch als unbedeutend sportlich eingestuft, und Colapinto selbst äußerte, dass die Morgen-Session nicht flüssig verlief. Er betonte die Dringlichkeit, mehr Kilometer zu sammeln, um die Leistung des Autos vor dem Rennen in Melbourne zu optimieren. Am Nachmittag übernahm Pierre Gasly das Steuer, und obwohl die Session stabiler verlief, musste das Auto mehrmals für Anpassungen in die Garage. Insgesamt absolvierte Alpine an diesem Tag 77 Runden (417 km), was unter den ursprünglichen Erwartungen lag.
Herausforderungen und Prioritäten
Steve Nielsen, der Geschäftsführer von Alpine, räumte in einem weiteren Bericht von F1i ein, dass das Team mit Herausforderungen konfrontiert war, betonte aber gleichzeitig die Wichtigkeit der Teamreaktion auf diese Probleme. Nielsen erklärte, dass solche Schwierigkeiten Teil des Entwicklungsprozesses eines neuen Monoplace sind. Das Team sieht es als Vorteil, Schwächen jetzt zu identifizieren, anstatt sie erst in Melbourne zu entdecken. Die Prioritäten für die kommenden Tests liegen daher klar auf der Verbesserung der Zuverlässigkeit, dem Sammeln von mehr Runden und der Verfeinerung der Einstellungen des Fahrzeugs.
Für die kommenden Testtage plant Alpine eine vollständige Testeinheit mit Pierre Gasly, um den Kilometerstand zu maximieren und weitere Erkenntnisse über die Fahrzeugreaktionen zu gewinnen. Wie in den bisherigen Jahren ist die Testpraxis für die Teams entscheidend, um sich bestmöglich auf die neue Saison vorzubereiten. Es ist interessant zu bemerken, dass die offiziellen Wintertests der Formel 1 für 2026 insgesamt drei Testwochen umfassen, wobei die zweite Testwoche in Bahrain komplett live übertragen wird, während die erste Woche nur die letzte Stunde pro Tag öffentlich zugänglich ist, wie von Motorsport.com berichtet.
Ein Blick in die Zukunft
Die Formel 1 hat sich in den letzten Jahren weiterentwickelt, und die Tests sind ein wichtiger Bestandteil dieser Entwicklung. Teams dürfen während der Wintertests beliebig viele Ersatzteile verwenden, und es gibt keine Kilometer-Beschränkung. Diese Flexibilität ermöglicht es den Teams, die Zeit individuell zu nutzen, um ihre Fahrzeuge zu optimieren. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Alpine die Herausforderungen des ersten Testtages meistern kann und ob sie das Potenzial ihres neuen Autos voll ausschöpfen werden.