In Frankreich stehen ab dem 29. Dezember 2025 deutlich strengere Strafen für große Geschwindigkeitsüberschreitungen an. Laut RTL werden Verstöße, die mehr als 50 km/h über dem erlaubten Limit liegen, nun als Delikte angesehen und entsprechend strafrechtlich verfolgt.
Die neuen Regelungen sehen harte Konsequenzen vor: Autofahrer, die sich nicht an die Geschwindigkeitsbegrenzungen halten, müssen mit bis zu drei Monaten Gefängnis, einem Eintrag ins Strafregister sowie einer Geldstrafe von bis zu 3.750 Euro rechnen. Diese Änderungen sind Teil der Gesetzesinitiative, die am 9. Juli 2025 zur Bekämpfung des道路tödlichen verursachten Verhaltens verabschiedet wurde, wie Le Figaro berichtet.
Ein besorgniserregender Anstieg
Im Jahr 2024 wurden in Frankreich über 63.000 Geschwindigkeitsübertretungen von mehr als 50 km/h verzeichnet, was einem Anstieg von 69 Prozent im Vergleich zu 2017 entspricht. Dies hat die Behörden dazu veranlasst, einen entschiedenen Schritt zu unternehmen, um die Sicherheit auf den Straßen zu erhöhen, denn die zuvor geltenden Bußgelder reichten offensichtlich nicht aus, um Autofahrer von riskanten Fahrverhalten abzuhalten.
Die jüngsten Statistiken verdeutlichen vor allem die Gefahren, die mit überhöhter Geschwindigkeit verbunden sind. Die Sicherheitsorganisationen betonen, dass übermäßige Geschwindigkeit nicht nur das Unfallrisiko erhöht, sondern auch die Schwere der Unfälle verstärkt. „Die Geschwindigkeit ist ein erhebliches Sicherheitsrisiko“, erklärt Benoît Godard vom Institut VIAS. Eine konsequente Kontrolle könnte beruhigende Abschreckung bieten.
Vergleich zu Belgien
Interessanterweise gibt es auch in Belgien verschiedene Regelungen für Geschwindigkeitsüberschreitungen. Laut Anwalt.org können bereits Überschreitungen ab 30 km/h in städtischen Gebieten zu einer Vorladung vor das Polizeigericht führen. Allerdings sind die Strafen in der Praxis häufig wenig abschreckend, da oft nicht vollstreckt wird. Damit jemand wegen Geschwindigkeitsübertretung ins Gefängnis kommt, muss es schon zu sehr schweren Unfällen kommen, wie etwa fahrlässiger Tötung.
Ein effektives System zur Bußgeldregelung ist nicht nur in Frankreich, sondern auch in Belgien ein heiß diskutiertes Thema. Es zeigt sich, dass in beiden Ländern der politische Wille vorhanden ist, drastische Maßnahmen zu ergreifen, um das Straßenverkehrsrecht effektiver durchzusetzen. In Frankreich wird zusätzlich erwähnt, dass bei schweren Verstößen nicht nur die Geldstrafe und das Gefängnis drohen, sondern auch der Verlust des Fahrzeugs und eine längere Führerscheinsperre von bis zu fünf Jahren.
Im Sinne der Straßenverkehrssicherheit ist es nachhaltig, dass die Bürger sich bewusst mit den geltenden Verkehrsregeln auseinandersetzen und ihre Geschwindigkeit anpassen. Denn letztendlich sind alle Straßenbenutzer auf einander angewiesen und Sicherheit sollte an erster Stelle stehen.