Salomon verliert im Trailrunning: Rückzug aus Frankreich, Fokus auf China!
Salomon verliert Marktanteile im Trailrunning in Frankreich und fokussiert sich auf Wachstum in China. Dopingproblematik bleibt aktuell.

Salomon verliert im Trailrunning: Rückzug aus Frankreich, Fokus auf China!
Salomon, die einst dominierende Marke im Trailrunning, hat ihre Spitzenposition in Frankreich verloren. Der französische Markt wird nun von Hoka angeführt, die beim renommierten UTMB (Ultra-Trail du Mont-Blanc) sowohl in der Werbung als auch bei den Siegen die Nase vorn haben. Wie u-trail.com berichtet, musste Salomon nicht nur seine Rolle als Hauptpartner des Events abgeben, sondern hat auch mit einem Rückgang der Sichtbarkeit und zahlreichen Abgängen zu kämpfen, darunter prominente Athleten wie Kilian Jornet und François D’Haene. Die Konkurrenz schläft nicht, und neue Talente tragen oft Marken wie New Balance, was Salomon zusätzlich unter Druck setzt.
Das Image der Marke ist in Frankreich angeschlagen, nicht zuletzt aufgrund der jüngsten Dopingvorfälle. Diese Skandale haben dazu geführt, dass Salomon zunehmend als technisch versiert, aber ansprechend für die jüngere Zielgruppe angesehen wird. Viele in der Szene fragen sich, wie man dieser Abwärtsspirale entkommen kann. Ein Lösungsansatz von Salomon besteht darin, sich verstärkt dem chinesischen Markt zuzuwenden.
Strategieschwenk nach China
Salomon hat seit mehr als zehn Jahren in den chinesischen Trailrunning-Markt investiert und setzt nun auf die Förderung von Talenten sowie auf Trainingslager, um eine lebendige lokale Trail-Community aufzubauen. So hat die Marke bei der TsaiGu Trail 2025 alle Hauptkategorien gewonnen, was als Zeichen für die steigende Präsenz gewertet wird. Die „Lighthouse Initiative“, ein Programm zur Förderung junger Athleten, hat bereits einige Erfolge gefeiert. Salomon hat über 1 Million Yuan, was etwa 120.000 Euro entspricht, in diese Initiative investiert.
Das ambitionierte Ziel ist es, China in ein internationales Zentrum für Trailrunning zu verwandeln. Man wünscht sich, dass die TsaiGu Trail künftig internationale Wettbewerbe wie die Golden Trail World Series ausrichtet. Allerdings gibt es auch Bedenken, dass die negativen Aspekte des europäischen Trailrunning, insbesondere die Dopingproblematik, auch in China Einzug halten könnten.
Doping im Trailrunning
Die Dopingproblematik wird immer offensichtlicher, wie der Fall der kenianischen Athletin Joyline Chepngeno zeigt. Nach ihrem Sieg beim Sierre-Zinal wurde sie positiv auf das Dopingmittel Triamcinolonacetonid getestet. Die Athletics Integrity Unit hat den Vorfall zeitgleich mit der Nachricht über Salomons Trennung von Chepngeno veröffentlicht, nachdem ihr Sieg bei den UTMB Finals aberkannt wurde und stattdessen an die chinesische Läuferin Yao Miao ging. Doping wird zunehmend als eine Möglichkeit gesehen, finanziellen Druck zu entkommen, insbesondere in Ländern mit niedrigem Einkommen wie Kenia, wo die Arbeitsbedingungen katastrophal sind.
Wie auf trailrunningworld.net zu lesen ist, zieht das Trailrunning immer mehr Menschen an, die von den verlockenden Siegprämien träumen, die in manchen Wettbewerben bis zu 13.000 Euro betragen können. Die Situation appelliert an das Gewissen der Verantwortlichen, Maßnahmen zur Dopingprävention auf den Weg zu bringen. Manager wie Thomas Krejci sind sich der Problematik bewusst und führen regelmäßige Schulungen durch, um eine saubere Trailrunning-Community zu fördern.
Angesichts dieser Herausforderungen wird schnell klar, dass die Trailrunning-Szene sowohl in Europa als auch in Asien an einem Wendepunkt steht – es bleibt abzuwarten, wie sich die Dynamiken entwickeln werden. Die Frage ist: Wird Salomon mit seiner neuen Ausrichtung auf China die Wende schaffen oder wird das Unternehmen weiter unter Druck geraten?