In Salzgitter hat der Abriss der maroden B6-Brücke begonnen, ein Projekt, das nicht nur eine notwendige infrastrukturelle Maßnahme darstellt, sondern auch mit einem Gesamtvolumen von 20 Millionen Euro zu Buche schlägt. Diese Brücke führt über zwei Kreisstraßen und die Bahnlinie von Salzgitter-Bad nach Ringelheim und war in einem so schlechten baulichen Zustand, dass der Abriss und Neubau unumgänglich geworden sind. Der Beton bröckelt bereits, und das erste Endfeld des Überbaus ist bereits abgebrochen. Die vollständige Beseitigung des alten Bauwerks soll in den kommenden Wochen abgeschlossen werden.
Der Leiter des NLStBV-Geschäftsbereichs in Goslar, Günter Hartkens, bezeichnet den Abriss als Meilenstein für die Verkehrsinfrastruktur der Region. Die Abbrucharbeiten sind in mehreren Phasen geplant und sollen bis Ende März 2026 abgeschlossen sein. Der direkte Abbruch des Mittelfelds über der DB-Strecke ist für das Wochenende vom 28. bis 30. März 2026 vorgesehen.
Phasen des Abrisses und Neubaus
Die Arbeiten gliedern sich in verschiedene Phasen. Zunächst wird der Überbau der Endfelder zurückgebaut. Dies umfasst das Abfräsen des Brückenbelags und die Demontage von Geländern. In einer späteren Phase erfolgt der Rückbau des Mittelfelds, wobei dieser Abbruch während einer Sperrpause der DB-Strecke stattfinden wird. Schließlich werden die Widerlager und Pfeiler freigelegt und abgebrochen, gefolgt von dem Rückbau der Fundamente.
Um den Verkehr während der Arbeiten nicht vollständig zum Erliegen zu bringen, wird eine Behelfsumfahrung eingerichtet. Diese Maßnahmen haben bereits im Februar 2023 begonnen, mit Grünschnitt, Leitungsverlegung und Erdarbeiten. Der Abschluss der Behelfsumfahrung ist für Juni 2024 geplant. Die alte Brücke, die in den 1940er-Jahren errichtet wurde, ist für die heutigen Verkehrsbelastungen nicht mehr geeignet. Täglich nutzen rund 11.700 Fahrzeuge, darunter 1.100 Schwerlastverkehr, die Brücke.
Finanzierung und Ausblick
Für den Abriss und Neubau der Brücke sind insgesamt 21 Millionen Euro veranschlagt, die vom Bund finanziert werden. Der Neubau wird direkt im Anschluss an den Abriss erfolgen und wird aus zwei Teilbauwerken bestehen. Die neue Brücke soll breiter werden und drei Spuren pro Fahrtrichtung bieten. Die vollständige Verkehrsfreigabe der neuen B6-Brücke wird Ende 2028 oder Anfang 2029 erwartet.
Die umfangreichen Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur in Deutschland sind Teil einer größeren Strategie der Bundesregierung, die bis 2029 insgesamt 169 Milliarden Euro in Straßen, Brücken und Schienen investieren will. Dies zeigt sich auch in den geplanten Investitionen von über 33 Milliarden Euro für 2026. Ziel ist es, die Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und eine Balance zwischen Umweltschutz und Infrastruktur-Ausbau zu finden. Die Sanierung und der Neubau von Brücken wie der B6-Brücke in Salzgitter sind daher nicht nur lokal von Bedeutung, sondern Teil eines umfassenden nationalen Vorhabens.
Für weitere Informationen zu diesem Projekt und den damit verbundenen Arbeiten können Sie die Details hier nachlesen. Auch auf der Webseite des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Bau und Digitalisierung finden Sie weitere Informationen zu den Baumaßnahmen und den Zeitplänen.




