Bosch plant Kurzarbeit in Salzgitter: 400 Jobs in Gefahr!

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Bosch erwägt Kurzarbeit in Salzgitter wegen Halbleitermangel. Bis zu 400 Mitarbeiter betroffen. Hintergrund: Chipkrise durch Nexperia.

Bosch erwägt Kurzarbeit in Salzgitter wegen Halbleitermangel. Bis zu 400 Mitarbeiter betroffen. Hintergrund: Chipkrise durch Nexperia.
Bosch erwägt Kurzarbeit in Salzgitter wegen Halbleitermangel. Bis zu 400 Mitarbeiter betroffen. Hintergrund: Chipkrise durch Nexperia.

Bosch plant Kurzarbeit in Salzgitter: 400 Jobs in Gefahr!

In der deutschen Automobilindustrie stehen zahlreiche Zulieferer unter Druck, da die Halbleiterkrise erneut für Aufregung sorgt. Insbesondere der bekannte Hersteller Nexperia, der zu einem chinesischen Mutterkonzern gehört, hat mit Lieferschwierigkeiten zu kämpfen. Diese Situation zwingt Zulieferer wie Bosch dazu, kurzfristige Maßnahmen wie Kurzarbeit zu erwägen. Laut news38 haben die Werke in Salzgitter und Ansbach bereits entsprechende Anträge bei der Bundesagentur für Arbeit gestellt.

Im Werk Salzgitter, wo elektronische Steuergeräte gefertigt werden, könnten bis zu 400 der insgesamt 1.300 Mitarbeiter in Kurzarbeit gehen. Auch in Ansbach sind rund 650 der knapp 2.500 Beschäftigten betroffen. Der Grund für die drohende Kurzarbeit ist die anhaltende Unterversorgung mit Bauteilen, die für die Produktion elektronischer Komponenten benötigt werden. Bosch ist im Austausch mit Nexperia und hat alternative Lieferquellen aktiviert, um die Produktionsengpässe, die durch Exportstopps von China verursacht wurden, so gut wie möglich auszugleichen.

Kontext der Chipkrise

Die Chipkrise hat nicht nur Bosch im Griff, sondern beeinflusst die gesamte Branche. Der Mangel an Halbleitern hat gravierende Auswirkungen auf die deutsche Automobilindustrie, wie tagesschau berichtet. Besonders betroffen sind auch andere Automobilzulieferer, wie ZF Friedrichshafen, die an mehreren deutschen Standorten ebenfalls über Kurzarbeit nachdenken. Der Standort in Schweinfurt, der Fahrzeugantriebskomponenten produziert, steht ebenfalls im Fokus der Verhandlungen mit dem Betriebsrat.

Die von China verhängten Exportstopps für Nexperia-Chips, die Anfang Oktober aufgrund von politischen Spannungen mit den USA und Sicherheitsbedenken der Niederlande in Kraft traten, haben die Lage weiter verschärft. Die deutsche Bundesregierung beobachtet die Situation genau und steht in ständigem Kontakt mit allen beteiligten Parteien, einschließlich der chinesischen Regierung. Krisengespräche zwischen dem Bundeswirtschaftsministerium sowie Vertretern der Automobil- und Elektronikbranche wurden bereits geführt, um Lösungsansätze zu finden.

Branchenreaktionen und Ausblick

Gespräche mit dem niederländischen Wirtschaftsminister über die Situation bei Nexperia zeigen, wie ernst die Lage eingeschätzt wird. Die Mitarbeiter von ZF sind im Moment optimistisch, da es keine unmittelbaren Produktionsauswirkungen für Volkswagen gibt. Dennoch warnt der Verband der Automobilindustrie (VDA) vor möglichen Produktionseinschränkungen. Bosch selbst beschreibt die Herausforderungen als erheblich. Experten befürchten, dass ein Wechsel zu alternativen Lieferanten nicht nur zeitaufwendig, sondern auch kompliziert sein könnte.

Insbesondere Nexperia gilt als Weltmarktführer im Bereich diskreter Halbleiter. Diese Komponenten sind entscheidend für beispielsweise Steuergeräte in Fahrzeugen, die in der Spannungregulierung, Signalverarbeitung und Sensoranbindung eingesetzt werden. Eine Stabilisierung der Lieferkette wäre für die gesamte Automobilbranche von großer Bedeutung, um weiteren Produktionsengpässen entgegenzuwirken.

Die aktuelle Situation erfordert von allen Herstellern und Zulieferern ein gutes Händchen, um den Herausforderungen der Chipkrise erfolgreich zu begegnen. Die Branche bleibt gespannt, wie sich die Lage weiterentwickelt und welche Maßnahmen ergriffen werden, um die Produktion aufrechtzuerhalten. Laut produktion.de zeichnet sich ab, dass die Auswirkungen des Halbleitermangels auch weiterhin spürbar sein werden, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit.