Ein wahrhaft faszinierendes Schauspiel am Himmel über Salzgitter: Der Komet „Lemmon“ zieht derzeit in atemberaubender Manier an der Erde vorbei. Bei klarem Himmel zeigt sich der Komet mit seinem grünlich leuchtenden Schweif und fasziniert Hobbyastronomen und -astronomen gleichermaßen. Wer die Gelegenheit verpasst, könnte dieses unvergessliche Schauspiel leider schon bald verpassen, denn die Sichtbarkeit ist nur für kurze Zeit gegeben.
Der Salzgitteraner Sebastian Thielke hat eine besondere Leidenschaft für die Astrofotografie und nutzte die günstigen Wetterbedingungen, um den Kometen in voller Pracht festzuhalten. Laut news38 benötigte Thielke mehrere Tage zur Beobachtung des Kometen, der am Freitag, den 24. Oktober, bei großen Lücken im Regenradar gut sichtbar war. Eilig machte er sich auf zu einem nahegelegenen Feld, bereitete seine professionelle Ausrüstung vor und hoffte auf den perfekten Schnappschuss.
Ein aufregendes Wetterfenster
Als Thielke schließlich am Observationsort ankam, zog allerdings eine Wolkenfront auf. Doch der Hobbyastronom hatte Glück: Mit schnellem Aufbau seiner Ausrüstung konnte er sieben Aufnahmen des Kometen anfertigen, jede mit einer Belichtungszeit von 30 Sekunden. Auf seiner Plattform und mit seiner Technik, einer Skywatcher-GTI-Nachführung und einem Skywatcher-Evostar-ED-72-Teleskop, gelangen ihm beeindruckende Bilder, die er mit einer modifizierten Canon-EOS-550D festhielt. Seine Fotos bearbeitet er anschließend mit spezieller Astro-Software, um die besten Ergebnisse zu erzielen.
Aber wie kommt es eigentlich zu diesen eindrucksvollen Erscheinungen am Nachthimmel? Kometen, wie der „Lemmon“, sind als Vagabunden des Sonnensystems bekannt, die aus verschiedenen Richtungen zur Sonne gelangen und dabei Gas- und Staubschweife entwickeln. Diese Kometen unterscheiden sich nicht nur in ihrem Aussehen, sondern fallen auch in Kategorien wie aperiodische, kurzperiodische und langperiodische Kometen. Wie diese faszinierenden Himmelsobjekte zu beobachten sind, beschreibt das Buch „Astro-Praxis: Kometen – Eine Einführung für Hobby-Astronomen“, das hilfreiche Tipps für Einsteiger bietet, sei es zur Auswahl der richtigen Instrumente oder zu den besten Beobachtungsplätzen. Das Werk ist als eines der besten auf dem deutschen Markt bekannt und wendet sich sowohl an Einsteiger als auch an passionierte Hobbyastronomen. Mehr dazu erfährt man bei Astronomie.de.
Der Blick auf den Kometen
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der Komet „Lemmon“ für Sternengucker ein wahrer Glücksgriff ist. Wer die Chance hat, ihn zu beobachten, sollte das Gesicht gen Himmel richten, denn der Komet wird am westlichen Horizont kurz nach Sonnenuntergang sichtbar. Wer noch Zeit hat, könnte ihn an klaren Nächten in den kommenden Tagen erneut erleben. Ein weiteres Highlight für alle Sternenliebhaber in der Region, vor allem für jene, die sich mit der Astrofotografie wie Sebastian Thielke auseinandersetzen.
Für alle, die vom nächtlichen Himmel fasziniert sind, bleibt der Komet „Lemmon“ ein eindrucksvoller Beweis dafür, wie klein und gleichzeitig groß unsere Welt im Universum ist. Und vielleicht inspiriert er den ein oder anderen, selbst zum Teleskop zu greifen und auf Kometenjagd zu gehen.