Die Situation bei der Volkswagen-Tochter PowerCo spitzt sich zu. Aktuell stecken die Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und dem Unternehmen fest. Wie News38 berichtet, sind nach bereits acht Gesprächsrunden die Geduld und die Nerven bei der IG Metall am Ende. Das zentrale Thema: die Beschäftigungssicherung, für die Volkswagen sich bislang in einer Blockadehaltung verhält. Dies wird von der Gewerkschaft als Belastungsprobe gesehen, und die Befürchtung einer Eskalation des Konflikts schwebt über den Verhandlungen.

Für den Standort Salzgitter, der eine Schlüsselposition in der Batterieproduktion und der E-Mobilitätsstrategie von Volkswagen einnimmt, ist dies besonders heikel. Alina Roß, die Verhandlungsführerin der IG Metall, lässt kein gutes Haar an der Haltung von VW. Bog es bisher vielversprechende Eckpunkte, sind diese jetzt porös und hinfällig. Die Gewerkschaft fordert eine verbindliche Beschäftigungssicherung für alle Beschäftigten der PowerCo, während die ursprüngliche Entgeltforderung von sieben Prozent längst auf der Strecke geblieben ist. Stattdessen zeigt sich die IG Metall bezüglich des Geldes flexibler; ihre Sorge gilt nun viel mehr der Sicherheit ihrer Mitglieder.

Streit um Beschäftigungssicherheit

„Wir fordern klare Zusagen“, lässt Betriebsratsvorsitzender Björn Harmening durchblicken. Es ist klar: Die strategische Bedeutung von PowerCo für Volkswagen ist unbestreitbar, und diese gilt es zu nutzen. Roß spricht unverblümt von der Notwendigkeit resiliente Strukturen zu schaffen, die lokale Produktion und Verantwortung beinhalten. Beschäftigungssicherung wird in diesem Zusammenhang als Rückgrat eines Zukunftsvertrags bezeichnet.

Die gesamte Lage bringt jedoch nicht nur Herausforderungen mit sich, sondern darf auch nicht unterschätzt werden, was das Vertrauen der Belegschaft zur Unternehmensführung angeht. Laut der IG Metall könnte die derzeitige Haltung von VW die Tarifverhandlungen und das Verhältnis zu den Beschäftigten ernsthaft gefährden. Während die Versorgung mit Arbeitsplätzen und die Sicherstellung von Produktionskapazitäten oberste Priorität haben müssen, ist es an der Zeit, dass VW handelt, bevor es zu einer noch größeren Eskalation kommt.

Für den Standort Salzgitter und die gesamte industrielle Zukunft Deutschlands spielt die PowerCo eine zentrale Rolle. Die Verhandlungen könnten letztendlich darüber entscheiden, wie die Zukunft der Mobilität in Deutschland aussieht. Ob die IG Metall die Dinge in Bewegung bringen kann, bleibt abzuwarten, sollte jedoch für alle Betroffenen höchste Priorität haben.