In Möllenbeck hat ein Sondengänger einen ganz besonderen Fund gemacht – die sogenannte „Benno-Brosche“. Dieser Glücksgriff könnte nicht nur einen Blick in die Vergangenheit öffnen, sondern auch die lokale Geschichte lebendig halten. Die Brosche, die auf das späte 11. oder 12. Jahrhundert datiert wird, hat eine spannende Geschichte. Vor zwei Dritteln erhalten, weist sie beeindruckende Details auf, darunter die Inschrift „Benno me fecit“ um das Abbild von Kaiser Heinrich III. herum. Auf diese Weise deutet sie auf eine Herkunft hin, die auch in der numismatischen Gemeinschaft großes Interesse weckt, wie das Nachrichtenblatt für Numismatik zeigt, welches weitere Funde in Europa auflistet, darunter auch aus Möllenbeck selbst [Acadmia].
Die Entstehungsgeschichte von Möllenbeck ist ebenfalls bemerkenswert. Mit der Gründung eines Klosters im Jahr 896 begann die Siedlungsgeschichte, die im Frühmittelalter kontinuierlich gewachsen ist. Interessanterweise finden sich auch Überreste, wie die ottonischen Rundtürme, die aus der ersten Bauperiode im frühen 10. Jahrhundert stammen. Solche archäologischen Stellen wurden von Sondengängern genauer untersucht, die mit Genehmigungen auf der Suche nach Relikten sind. Ein Teil dieser Geschichte, die bis zur weitgehenden Aufgabe der alten Siedlung „Ottbergen“ im 14. Jahrhundert reicht, wird durch die Funde wie die Benno-Brosche lebendig gehalten [SGZL].
Die Bedeutung der Benno-Brosche
Mit nur daumennagelgroß und aus Messing gegossen, entfaltet die Benno-Brosche mit ihrer vergoldeten Vorderseite einen faszinierenden Charme. Daniel Lau, der Kommunalarchäologe, beschreibt den Fund als herausragend und die dritte bekannte Benno-Brosche aus Ottbergen. Diese speziellen Broschen sind in ganz Europa verteilt, jedoch nur weniger als 40 Stück sind bislang entdeckt worden, was die Bedeutung des Fundes umso mehr unterstreicht [Numismatische Kommission].
In einem weiteren Schritt hat Willi Köster aus Ahnsen, der die Brosche entdeckte, beschlossen, dieses wertvolle Stück der Geschichte dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen. Fortan wird die Benno-Brosche dort zu sehen sein und gewiss viele Besucher anlocken, die mehr über die spannende Vergangenheit der Region erfahren möchten.
Die Brosche ist nicht nur ein kultureller Schatz, sondern auch ein hilfreiches Beispiel für die Bedeutung des Sondensuchens. Dieser Fund zeigt, wie die Leidenschaft Einzelner zur Wiederentdeckung der Geschichte beitragen und diese lebendig halten kann. Ein Besuch zum Museum in der Region sollte daher unbedingt eingeplant werden, um die Benno-Brosche in ihrer vollen Pracht zu sehen und mehr über die Geschichte Möllenbecks zu erfahren.