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In einem bemerkenswerten Fund hat der Sondengänger Willi Köster aus Ahnsen die sogenannte Benno-Brosche in der Gemarkung Möllenbeck entdeckt. Diese wertvolle Münzfibel, die etwa daumennagelgroß und auf das späte 11. oder 12. Jahrhundert datiert wird, bringt nicht nur Licht in die Geschichte der Region, sondern ist auch ein Beleg für die kulturelle Bedeutung von Möllenbeck, wo das Kloster bereits im Jahr 896 gegründet wurde. szlz.de berichtet über die Entdeckung, die sowohl für die Archäologie als auch für die Numismatik von großem Interesse ist.

Der Fund stammt aus einer unvollständigen Siedlungsgeschichte im Weserraum, wo die Wüstung Ottbergen in der heutigen Gemarkung Möllenbeck vor Jahrhunderten existierte. Der letzte verzeichnete Siedlungswechsel fand etwa 1350 nach dem „Magdalenen-Hochwasser“ statt, als die Bewohner die Region verließen. Die geschichtliche reichen Hintergründe tragen dazu bei, dass auch Sondengänger wie Köster mit Genehmigungen in diesem Gebiet nach wertvollen Artefakten suchen.

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Die Benno-Brosche und ihre Geschichte

Die Benno-Brosche, die von Willi Köster gefunden wurde, ist nur zu zwei Dritteln erhalten und wurde aus Messing gegossen. Ihre Vorderseite ist vergoldet und trägt die Inschrift „Benno me fecit“ um das Abbild von Kaiser Heinrich III., was auf ihre Herkunft hinweist. Diese Art der Broschen ist in ganz Europa zu finden, jedoch sind weniger als 40 Exemplare bislang entdeckt worden. Daniel Lau, Kommunalarchäologe, bezeichnete die Benno-Brosche als herausragenden Fund und freute sich darüber, dass es sich bereits um die dritte derartige Brosche aus Ottbergen handelt.

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Die Brosche wird als Dauerleihgabe dem Museum zur Verfügung gestellt, wo sie bald ausgestellt wird. Gäste des Museums können sich auf die interessante Geschichte der Region und der Funde freuen, die mit der Benno-Brosche eng verknüpft ist. 2019 wurde im Museum zudem ein goldener Ring zusammen mit anderen bedeutenden Artefakten präsentiert, welche die historische Bedeutung von Möllenbeck unterstreichen.

Numismatische Funde in Europa

Die Benno-Brosche ist nicht der einzige bemerkenswerte Fund in Europa. Artikel über weitere numismatische Entdeckungen zeigen, dass ähnliche Objekte nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Ländern wie Ungarn, Lettland oder Dänemark entdeckt wurden. Im Rahmen des Projekts „Münzfundkatalog Mittelalter/Neuzeit“ der Numismatischen Kommission wurden mehr als 25.500 Münzkomplexe erfasst, die einen reichen Einblick in die Münzgeschichte Europas bieten. numismatische-kommission.de beschreibt die Ergebnisse dieser jahrzehntelangen Arbeit in einer detaillierten Online-Datenbank.

Diese vielfältigen Funde, zu denen auch die Benno-Brosche gehört, erweitern unser Wissen über frühere Handelsbeziehungen und kulturelle Verflechtungen im Mittelalter und zeigen, wie wichtig solche Entdeckungen für die Erforschung der Geschichte sind. Der Fund von Köster ist nicht nur ein persönliches Glück, sondern auch ein wertvoller Baustein in der reichen Geschichte der Region Möllenbeck und darüber hinaus.